Interview mit LFD-Chef-Michael Loeffler: „Drei Herren sind einer zu viel!“

Manchmal wundert man sich in der Tat, wenn man Auslandsmessen besucht. Es werden Unternehmen vermisst, die man dort vermutete. Und man stößt auf Firmen, welche man so nicht auf dem Zettel hatte. Beispiel Logimat India: Hier treffen wir im Februar vergangenen Jahres unter anderem die LFD Wälzlager GmbH – auch ein Unternehmen, welches einem, blickt man auf die Intralogistik, nicht sofort einfällt. Nachgefragt bei Geschäftsführer Michael Loeffler, der ziemlich beschäftigt ist in seinem Bereich auf dem Gemeinschaftsstand deutscher Unternehmen auf der Logimat in Mumbai, erhalten wir zunächst zur Antwort, dass „ja alles, was sich mechanisch dreht auch ein Wälzlager benötigt“. Man findet diese also auch in Staplern, Shuttlen, Kranen und dergleichen. Im weiteren Gespräch am Messestand wird deutlich, dass sich dieses Thema durchaus zu vertiefen lohnt. Jan Kaulfuhs-Berger, Chefredakteur „Technische Logistik“, hat Michael Loeffler daraufhin am Hauptsitz von LFD in Dortmund besucht.

Michael Loeffler (rechts) im Gespräch mit Jan Kaulfuhs-Berger
Michael Loeffler (rechts) im Gespräch mit Jan Kaulfuhs-Berger

Jan Kaulfuhs-Berger: Michael Loeffler, bevor wir den Zusammenhang zwischen Dortmund und Mumbai, Deutschland und Asien herstellen, blicken wir doch zunächst einmal auf die Anfänge des Unternehmens.

Michael Loeffler: Die LFD Wälzlager GmbH wurde Anfang 1978 von meinem Vater gegründet. Anfang der 2000er Jahre ist mein Bruder in seine Fußstapfen getreten und hat das Unternehmen offiziell übernommen. Als ich, etwas später, mit der Uni fertig war, bin ich ebenfalls eingestiegen. Es war zu diesem Zeitpunkt bereits geplant, eine Repräsentanz in Shanghai zu eröffnen, weil unser Haupteinkaufsmarkt China war und auch bis heute ist. Ich hatte mir gedacht, drei Herren hier am Standort Dortmund sind einer zu viel …

 

… und dann sind Sie sofort los?

Ja, da ich schon sehr früh ins Ausland gegangen bin, war das Ausland für mich einfach verlockend. Ich habe mir gesagt, wenn wir eine Repräsentanz eröffnen wollen und ich meine Fühler auch schon im Einkauf drin habe, gehe ich dorthin, um das Ganze vor Ort zu beschleunigen. Ich bin also im Jahr 2003 fest nach China gegangen. Es war, rückblickend betrachtet, die schönste Zeit.

 

Gehen wir noch einmal zurück zu den Anfängen.

Gern, die ersten deutschen Kunden, die wir in Shanghai hatten, sagten uns, wir bauen jetzt selbst drüben eine Fertigungslinie, könnt ihr uns dort auch beliefern, wir würden das gerne mit euch zusammen machen. Daraus ist die Idee entstanden, aus einer Repräsentanz eine chinesische GmbH zu machen.

 

Schwierig sicher, aber mit Erfolg nehmen wir an.

Ja, wir waren, was den Wälzlagermarkt angeht, tatsächlich weltweit die allererste Handelsfirma für den chinesischen Markt. Wir haben die Firma in Shanghai gegründet. Das war ein riesiger bürokratischer Aufwand, ich musste persönlich mit meinem Reisepass für jeden kleinen Stempel nach Peking. Dann wurde mir gesagt, was ich als nächstes vorbereiten musste. Der ganze Prozess hat auch gut sieben Monate gedauert

...

Das gesamte Interview finden Sie in der Ausgabe 1/26, die am 11. Februar 2026 erscheint oder unter folgendem Link: „Drei Herren sind einer zu viel!“ - AUS DER BRANCHE Ein Gespräch mit einem deutschen Mittelständler über den erfolgreichen Weg in den Weltmarkt | Fachartikel | Technische Logistik - Hebezeuge Fördermittel

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