Blinder Fleck im Lager: Warum manuelle Prozesse Effizienz kosten
Viele Unternehmen investieren in die Automatisierung ihrer Produktion sowie in moderne Intralogistiklösungen, hat der Autor des in der Ausgabe 3/26 von „Technische Logistik“ erschienen Beitrags, Fabian Reiß von der Kasto Maschinenbau GmbH & Co. KG in Achern, festgestellt. Dennoch bleibe ein zentraler Bereich häufig unzureichend digitalisiert: das manuelle Lager. Gerade dort, wo im Alltag zahlreiche Materialbewegungen stattfinden, fehlten häufig durchgängige digitale Strukturen.
Analoge Prozesse und Insellösungen
In manuellen Lagerbereichen würden Abläufe häufig durch Papierlisten, Excel-Dateien oder Erfahrungswissen gesteuert, so Reiß weiter. Zudem kämen vielfach Insellösungen zum Einsatz, die nicht an übergeordnete ERP-Systeme angebunden seien. Diese fehlende Integration erschwere eine durchgängige Transparenz über Bestände und Bewegungen.
Auswirkungen auf Effizienz und Bestände
Diese Situation führe zu erhöhtem Zeitaufwand in den Prozessen. Gleichzeitig steige die Fehleranfälligkeit, da Informationen mehrfach erfasst oder manuell übertragen werden müssten. Eine verlässliche Bestandsführung werde nach Aussagen von Fabian Reiß dadurch zusätzlich erschwert.
Potenzial im Gesamtsystem Lager
Trotz dieser Herausforderungen werden manuelle Lagerbereiche als wichtiger Hebel für Effizienzsteigerungen im Gesamtsystem beschrieben. Eine stärkere Einbindung in digitale Prozesse könne dazu beitragen, Transparenz zu erhöhen und Abläufe im gesamten Lager zu verbessern.

































