Materialflussanalyse soll Durchlaufzeiten im Lager deutlich reduzieren
Entscheidend sei laut Sysmat die genaue Betrachtung tatsächlicher Materialbewegungen im laufenden Betrieb. Dabei gehe es nicht nur um Prozessbeschreibungen oder Planwerte, sondern um reale Wege, Zeiten und Abläufe. In der Praxis zeige sich häufig, dass Materialien auf den nächsten Prozessschritt warten, mehrfach umgelagert werden oder unnötig lange Wege bis zu ihrem Ziel zurücklegen.
Ein typisches Beispiel sei die fehlende Abstimmung zwischen Wareneingang und Einlagerung. Wenn Waren angenommen, aber nicht direkt in die passenden Lagerzonen gebracht werden, entstehen Zwischenpuffer. Diese verlangsamen den Materialfluss und erhöhen den organisatorischen Aufwand. Ähnliche Effekte können auch in der Kommissionierung auftreten, wenn Artikel ungünstig positioniert sind und dadurch lange Such- oder Laufzeiten entstehen.
Transparenz über Engpässe
Für Materialflussanalysen kommen nach Angaben des Unternehmens digitale Softwarelösungen, Zeitstudien und visuelle Auswertungen zum Einsatz. Sie sollen zeigen, wo Engpässe entstehen und wie Prozesse tatsächlich ablaufen. Auf dieser Grundlage könnten Unternehmen konkrete Maßnahmen ableiten.
Dazu zählen etwa angepasste Lagerlayouts, optimierte Wegeführungen oder eine bessere Abstimmung einzelner Prozessschritte. Häufig sei nicht eine einzelne Maßnahme ausschlaggebend, sondern die Kombination mehrerer Anpassungen. So könne eine neue Struktur der Lagerzonen Transportwege verringern, während klar definierte Abläufe Wartezeiten reduzieren. Mehr Transparenz im Materialfluss helfe zudem, Engpässe früher zu erkennen und zu beheben.
Vorteile für Bestand, Fläche und Personal
Neben kürzeren Durchlaufzeiten nennt Sysmat weitere mögliche Effekte. Schnellere Prozesse könnten Lieferzeiten verkürzen, Bestände senken und die vorhandene Lagerfläche besser nutzbar machen. Zugleich würden Mitarbeitende entlastet, wenn unnötige Wege und Doppelarbeiten wegfallen.
Gerade für mittelständische Unternehmen sieht der Anbieter darin einen Wettbewerbsvorteil. Eine effizientere Intralogistik könne helfen, flexibler auf Kundenanforderungen zu reagieren und Ressourcen gezielter einzusetzen. Materialflussanalysen bilden dafür laut Mitteilung einen ersten Schritt zu leistungsfähigeren Lagerprozessen.































