Materialflussanalyse soll Durchlaufzeiten im Lager deutlich reduzieren

Lange Durchlaufzeiten im Lager entstehen nach Angaben der Sysmat GmbH häufig nicht durch wertschöpfende Tätigkeiten, sondern durch Wartezeiten, unnötige Transporte und ineffiziente Abläufe. Das Unternehmen aus Mainhausen verweist darauf, dass Materialflussanalysen solche Schwachstellen sichtbar machen und damit eine Grundlage für Verbesserungen in der Intralogistik schaffen. Durch detaillierte Analysen ließen sich Durchlaufzeiten oft ohne größere Investitionen um 20 bis 50 Prozent reduzieren.

Materialflussanalysen erfassen Wege, Zeiten und Prozessschritte im Lagerbetrieb und zeigen, wo Abläufe ins Stocken geraten. (Bildquelle: Sysmat)
Materialflussanalysen erfassen Wege, Zeiten und Prozessschritte im Lagerbetrieb und zeigen, wo Abläufe ins Stocken geraten. (Bildquelle: Sysmat)

Entscheidend sei laut Sysmat die genaue Betrachtung tatsächlicher Materialbewegungen im laufenden Betrieb. Dabei gehe es nicht nur um Prozessbeschreibungen oder Planwerte, sondern um reale Wege, Zeiten und Abläufe. In der Praxis zeige sich häufig, dass Materialien auf den nächsten Prozessschritt warten, mehrfach umgelagert werden oder unnötig lange Wege bis zu ihrem Ziel zurücklegen.

Ein typisches Beispiel sei die fehlende Abstimmung zwischen Wareneingang und Einlagerung. Wenn Waren angenommen, aber nicht direkt in die passenden Lagerzonen gebracht werden, entstehen Zwischenpuffer. Diese verlangsamen den Materialfluss und erhöhen den organisatorischen Aufwand. Ähnliche Effekte können auch in der Kommissionierung auftreten, wenn Artikel ungünstig positioniert sind und dadurch lange Such- oder Laufzeiten entstehen.

Transparenz über Engpässe

Für Materialflussanalysen kommen nach Angaben des Unternehmens digitale Softwarelösungen, Zeitstudien und visuelle Auswertungen zum Einsatz. Sie sollen zeigen, wo Engpässe entstehen und wie Prozesse tatsächlich ablaufen. Auf dieser Grundlage könnten Unternehmen konkrete Maßnahmen ableiten.

Dazu zählen etwa angepasste Lagerlayouts, optimierte Wegeführungen oder eine bessere Abstimmung einzelner Prozessschritte. Häufig sei nicht eine einzelne Maßnahme ausschlaggebend, sondern die Kombination mehrerer Anpassungen. So könne eine neue Struktur der Lagerzonen Transportwege verringern, während klar definierte Abläufe Wartezeiten reduzieren. Mehr Transparenz im Materialfluss helfe zudem, Engpässe früher zu erkennen und zu beheben.

Vorteile für Bestand, Fläche und Personal

Neben kürzeren Durchlaufzeiten nennt Sysmat weitere mögliche Effekte. Schnellere Prozesse könnten Lieferzeiten verkürzen, Bestände senken und die vorhandene Lagerfläche besser nutzbar machen. Zugleich würden Mitarbeitende entlastet, wenn unnötige Wege und Doppelarbeiten wegfallen.

Gerade für mittelständische Unternehmen sieht der Anbieter darin einen Wettbewerbsvorteil. Eine effizientere Intralogistik könne helfen, flexibler auf Kundenanforderungen zu reagieren und Ressourcen gezielter einzusetzen. Materialflussanalysen bilden dafür laut Mitteilung einen ersten Schritt zu leistungsfähigeren Lagerprozessen.

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