Intralogistik mit Zukunftsgarantie

Intralogistik mit Zukunftsgarantie

Schnittstellenlose Automatisierung von Lager- und Produktionslogistik

Das Österreichische Bodenseeufer ist genau 28 Kilometer lang. Dort ist das Bundesland Vorarlberg beheimatet – und mit ihm eine ganze Reihe international erfolgreicher Unternehmen. Eines davon hat sich auf maßgeschneiderte, schnittstellenlose Intralogistiksysteme spezialisiert. Seit neuestem werden auch schlüsselfertige Produkte für den Einstieg in die, aber auch Erweiterungen für die bestehende Intralogistik realisiert. Hier ein kleiner Einblick.

Mit dem intelligenten und autonomen Transportroboter ARC – Autonomous Robotic Carrier – und auf Basis eines Intralogistik-Baukastens ist das österreichische Unternehmen Servus Intralogistics nach eigenen Angaben der weltweit einzige Intralogistik-Anbieter für die schnittstellenlose Automatisierung der gesamten Lager- und Produktionslogistik. Der Intralogistik-Baukasten ermögliche es, gemeinsam mit Kunden maßgeschneiderte Konzepte zu entwickeln, die den gesamten Materialfluss abbilden. Kurz gesagt: Ein einziges System könne die innerbetriebliche Logistik vom Wareneingang über Lager, Büro, Produktion, Montage oder Kommissionierung bis zum Warenausgang in einem optimalen Fließprozess einbinden.

Durch die Servus-Systemkomponenten würden Logistiklösungen so individuell wie die Prozesse der Kunden und ermöglichen ein optimales Zusammenspiel von Logistik und Produktion. Dabei stehe der Beratungsgedanke im Vordergrund. „Wir beraten unsere Kunden in der Umsetzung von Lean Logistik, entwickeln gemeinsam mit ihnen die beste Lösung und setzen diese dann schlussendlich für sie um“, erklärt Christian Beer, Inhaber und Geschäftsführer von Servus Intralogistics. „Unser Ziel ist es, dass unseren Kunden der entscheidende Schritt in Richtung ideales Smart-Factory-Konzept gelingt, denn genau das bietet Wettbewerbsvorteile und Zukunftssicherheit.“

Intelligente Transportroboter, dezentrales System

Kernstück des Servus-Systems ist der intelligente und autonome Transportroboter Servus ARC. Je nach Ausstattung, Größe oder Lastaufnahmemittel transportiert er laut Servus alles – von einfachen Kartonagen oder Boxen bis hin zu Schüttgut oder kundenspezifischen Werkstücken. Zusätzlich könne der flexible Transportroboter mit Aufbauten wie Knickarmroboter, Schüttguttrichter, Dreheinheiten, Werkstückträgern oder spezifischen Sonderaufbauten an die individuellen Kundenbedürfnisse angepasst werden. Durch die Dezentralität des Systems sollen Ausfälle im Lagersystem praktisch ausgeschlossen sein, und die Stellplätze und Stationen einer Servus-Anlage sind zudem einfach und ohne Umbau skalierbar. Zudem liefert Servus Intralogistics Software-Pakete, die genau auf den Bedarf des Kunden zugeschnitten sind. So kann die gesamte Lagerverwaltung übernommen und der Materialfluss optimiert werden. Ebenso kann das Servus-System an bestehende Lagerverwaltungssysteme angebunden werden. Sämtliche Daten werden in Echtzeit zur Verfügung gestellt. Der Anlagenstatus bleibt jederzeit im Blick, da die Gesamtanlage in 3D visualisiert wird.

Im Servus-Webportal sind Materialfluss, Anlagenstatus sowie Kennzahlen samt Historie grafisch dargestellt. Zusätzlich ermöglicht die Anlagenvisualisierung in 3D Feedback in Echtzeit und gibt den Miterbeitern und Mitarbeiterinnen jederzeit den vollen Überblick über die Anlage. Der für eine maßgeschneiderte Kundenlösung erforderliche Service wird mit den Support- und Wartungsleistungen von Servus Intralogistics während der gesamten Anlagenlaufzeit geboten. Auch hier stehen Effizienz, Verfügbarkeit und Wertschöpfung der Anlage im Vordergrund. Zudem leistet Servus effektiven Remote-Service. So kann der Anlagenbetrieb jederzeit auch aus der Ferne gesichert werden.

Automatisiert in die Zukunft mit flexibel einsetzbarem Lager

Neben maßgeschneiderten Intralogistiklösungen kommen seit vergangenem Jahr auch immer mehr Plug-and-Play-Varianten von Servus Intralogistics zum Einsatz. Mit dem flexibel einsetzbaren Lager „Servus-Cube“ können beispielsweise fertige Produkte, Baugruppen, Ersatzteile oder Werkzeuge zwischengepuffert und bei Bedarf sofort zur Verfügung gestellt werden. Basis für den „Servus-Cube“ ist ein modulares Regal, das in der Länge beliebig und in der Höhe bis zu sechs Metern erweitert werden kann. Auf der obersten Ebene fährt ein „Servus-Lifter“, ein Transportroboter, der horizontal auf Schienen fährt und vertikal bis zu einer Länge von sechs Metern ausfahrbar ist, und erledigt sämtliche Ein- und Auslagerungen.

Durch die integrierte Hub-Funktion können Lagerbehälter zwischen den Ebenen so eng aneinandergereiht werden, dass kein Zwischenraum verschwendet wird. Dies ermöglicht höchste Lagerdichte auf kleinstem Raum und schnelle Zugriffszeiten. Durch einfache Schnittstellen lässt sich auch die Software-Integration einfach durchführen.

Schnelle Zugriffszeiten per App

Das benötigte Material kann mit der benutzerfreundlichen „Servus-App“ bereits vorab via Smartphone oder Webseite angefordert werden. In Kombination mit der passenden Ein- und Ausgabestation werden mehrere Behälter vorgelagert, was schnellste Zugriffszeit gewährleistet. So steht die Ware in wenigen Sekunden zur Verfügung – ohne Warten und ohne Suchen. Neben manuellen Ein- und Auslagerstationen wie dem „Servus-Checkpoint“ können auch automatisierte Anbindungen realisiert werden – zum Beispiel mit dem Servus-Transportroboter ARC, dem „Servus-Lifter“ oder einem AGV. (ck)

Technische Logistik 04/2021 PDF-Download (1.45 MB)