Fördertechnik für SKF: IPM Industrieprodukte Meißner automatisiert Materialfluss in der Lagerringfertigung
Die erste Anfrage für das Projekt erhielt IPM im Mai 2025. Im Oktober 2025 folgte die Beauftragung durch SKF. Die erste Teillieferung erfolgte im Juni 2026. Zum Zeitpunkt der Mitteilung befand sich das Gesamtprojekt in der abschließenden Phase vor der Inbetriebnahme.
Der Leistungsumfang umfasst die technische Beratung, die Erstellung des Angebots sowie die vollständige Konstruktion der Anlagen mithilfe computergestützter Konstruktionssoftware. Hinzu kommen die Fertigung der einzelnen Komponenten, die Lieferung an den Produktionsstandort sowie die Montage und Inbetriebnahme.
An der Umsetzung waren nach Unternehmensangaben rund zehn Beschäftigte aus den Bereichen Projektierung, Konstruktion und Montage beteiligt. IPM hat bereits mehrere Aufträge für den Wälzlagerhersteller ausgeführt.
Fördertechnik für unterschiedliche Lagerringgrößen
Die beiden Förderanlagen basieren auf Aluminiumfördertechnik mit Kunststoffketten. Jede Anlage beansprucht eine Aufstellfläche von circa 100 Quadratmetern. Zum Einsatz kommen Förderstrecken mit einer Nutzbreite von 100 Millimetern, auf denen Lagerringe mit Durchmessern zwischen 60 und 180 Millimetern transportiert werden.
Die Bauteile wiegen zwischen 0,1 und 2,0 Kilogramm. Damit müssen die Fördersysteme unterschiedliche Produktabmessungen und Gewichte innerhalb der vorgegebenen Transportbereiche berücksichtigen.
Neben den Förderstrecken gehören staufähige Pufferspeichersysteme und pneumatische Zylinder zur technischen Ausstattung. Die Pufferspeicher ermöglichen es, Lagerringe innerhalb der Förderanlage zwischenzuspeichern. Die pneumatischen Zylinder übernehmen verschiedene Funktionen bei der Produktsteuerung. Sie vereinzeln die Bauteile, stoppen deren Transport oder leiten sie auf die vorgesehenen Förderstrecken.
Verkettung unterschiedlicher Bearbeitungsprozesse
Eine zentrale technische Anforderung des Projekts besteht darin, mehrere Bearbeitungsschritte der Lagerringfertigung miteinander zu verbinden. Die beiden Anlagen sollen die Übergabe der Werkstücke zwischen den Produktionsprozessen übernehmen und damit zur Optimierung der Fertigungsabläufe beitragen.
Nach Angaben des Anlagenbauers erforderte insbesondere die zuverlässige Verbindung der unterschiedlichen Bearbeitungsprozesse eine individuelle technische Auslegung der Fördertechnik. Die Systeme wurden deshalb auf die jeweiligen Produktionsbedingungen bei SKF abgestimmt.
Bei der Konstruktion berücksichtigte IPM außerdem Anforderungen an die Reinigung sowie an Wartungs- und Reparaturarbeiten. Die Anlagen sollen so gestaltet sein, dass sich die entsprechenden Tätigkeiten möglichst einfach durchführen lassen.
Individuelle Förderanlagen aus Aluminium und Edelstahl
IPM entwickelt und fertigt kundenspezifische Fördertechnik und Automatisierungslösungen. Zum Leistungsspektrum gehören Anlagen aus Aluminium und Edelstahl, die das Unternehmen entsprechend den Anforderungen der jeweiligen Produktionsprozesse auslegt.
Die Zusammenarbeit mit SKF umfasst bereits mehrere Projekte. Mit den beiden neuen Förderanlagen setzt IPM die bisherige Geschäftsbeziehung am Produktionsstandort Schweinfurt fort.
Der Anlagenbauer verfügt darüber hinaus über Projekterfahrung in anderen Industriebereichen. Zu den bisherigen Aufträgen gehört eine Förderanlage für den Transport gezuckerter Gummibärchen in Edelstahlbehältern. Nach Unternehmensangaben handelt es sich dabei um ein größeres Projekt als die beiden Förderanlagen für SKF.


































