SSI Schäfer: Roboter und KI optimieren die Kommissionierung

Bei der robotergestützten Einzelstückkommissionierung kommt es nicht nur darauf an, maximale Leistung zu generieren, sondern auch unzählige Aspekte innerhalb der intralogistischen Gesamtlösung eines Lagers zu berücksichtigen. „SSI Piece Picking“ von SSI Schäfer setzt mit KI-gestützter Objekterkennung neue Maßstäbe und lernt kontinuierlich dazu.

(Bildquelle: SSI Schäfer)
(Bildquelle: SSI Schäfer)

Zentrales Element der Lösung ist das Software-Modul „Wamas Piece Picking“ aus dem „Wamas“-Portfolio von SSI Schäfer. Die darin integrierte „Wamas Vision“-Technologie hat die Aufgabe, die Artikel in einem Behälter zu detektieren und den idealen Greifbereich zu identifizieren. Die „Augen“ der Software in die „reale Welt“ sind 3D-Kamerasysteme, die den Inhalt des Lagerbehälters abbilden. Um mit der „realen Welt“ interagieren zu können, übermittelt „Wamas Vision“ die Daten an die Steuerung des Roboters. Dieser verarbeitet die Daten, berücksichtigt die Bewegungsfähigkeit als auch die physikalischen Eigenschaften seines Greifers. Mittels kompakter Saugnäpfe kann jeder Winkel des Behälters erreicht werden und auch das kleinste Teil zuverlässig gegriffen werden. Die patentierte Pickpunktoptimierung ermöglicht die Verlagerung des Greifpunkts und stellt sicher, dass der Barcode nicht verdeckt wird und sich unmittelbar scannen lässt. Während dieses Vorgangs werden parallel Serien- und Chargennummer sowie das Verfallsdatum verifiziert. Der Scan-Prozess zwecks Einhaltung der EU-weit geltenden Vorgaben an das Tracking & Tracing verläuft dabei analog und ist gerade im Bereich des Gesundheitssektors rund um das Thema des Qualitätsmanagements unumgänglich.  Per Pick and Place legt der Kommissionierroboter jeden Artikel so knapp wie möglich über dem Behälterboden oder dem Ablageplatz über den schon im Behälter befindlichen Artikeln ab. Das garantiert nicht nur ein besonders schonendes Produkthandling, sondern ermöglicht auch eine optimale Ausnutzung des Füllgrads. Die KI-basierte Objekterkennung garantiert zusammen mit der integrierten Scan- und Verwiegefunktion eine fehlerfreie Produktverifizierung. Und wenn doch einmal etwas Unerwartetes passiert, weiß die smarte Lösung, was zu tun ist: Herausforderungen wie zum Beispiel unlesbare Barcodes werden direkt in der Roboterzelle durch automatische Fehlerkorrektur gelöst. Manuelle Eingriffe reduzieren sich damit auf das
Nötigste.

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