Sicherheit und Effizienz: Mobile Easykey optimiert die Flottensteuerung bei BASF

BASF setzt im Chemiekomplex in Ludwigshafen ein eigenes, klar strukturiertes Flottenmanagement: Rund 2.600 Flurförderzeuge (FFZ) werden betreut – davon etwa 1.800 in Ludwigshafen im Full-Service mit eigener Werkstatt. Sicherheit, Kosten und Auslastung stehen dabei immer im Fokus. Um diese Ziele zu erreichen, wurde das digitale Flottenmanagementsystem „Mobile Easykey“ (MEK) eingeführt.

Christoph Kupper, Werkstattmeister bei BASF in Ludwigshafen mit dem modular Modul von Mobile Easykey. (Bildquelle: BASF/Mobile Easykey)
Christoph Kupper, Werkstattmeister bei BASF in Ludwigshafen mit dem modular Modul von Mobile Easykey. (Bildquelle: BASF/Mobile Easykey)

2016 fiel die Entscheidung, „Mobile Easykey“ (MEK) einzuführen – zunächst im größten Umschlaglager des Werks (als „Y130“ in der BASF-Welt bezeichnet). Dort waren rund 70 Fahrzeuge im Einsatz, und es galt, das Zusammenspiel von Sicherheit und Transparenz zu verbessern, um Ereignissen vorzubeugen, die trotz umfassender Sicherheitsmaßnahmen vorkamen.

„Im Fokus steht immer die Aufarbeitung von Vorfällen: Was beziehungsweise wie ist es genau passiert? Und wie können wir künftig Ereignisse vermeiden?“, sagt Daniel Schult von BASF, der an der Einführung beteiligt war. Die Kombination aus Crash-Sensor und Zugangssteuerung erwies sich als passgenaue Lösung, die Betriebsrat und Abteilungsleitung gleichermaßen überzeugte. So wurde MEK nicht nur für Y130 eingeführt, sondern auch für andere Betriebe, in denen Flurförderzeuge eingesetzt werden – unabhängig vom Staplerfabrikat. „Mobile Easykey“ als herstellerunabhängiges System ist ein „Adapter“, der den sicheren Betrieb mit allen Fahrzeugtypen ermöglicht.

Technik und Akzeptanz als Schlüssel

Im Vergleich zu anderen Systemen punktete „Mobile Easykey“ für BASF mit seinem dualen Sensorkonzept und der Möglichkeit, die Empfindlichkeit durch Lernfahrten individuell anzupassen. „Die Möglichkeit, die Sensoren exakt auf die jeweilige Umgebung abzustimmen, war entscheidend für die Akzeptanz“, berichtet Schult. Auch der Datenschutz war von Anfang an ein zentrales Thema: Alle Daten werden ausschließlich auf einem BASF-eigenen Server und nur anonymisiert gespeichert. Gemeinsam mit dem Betriebsrat wurde eine klare Regelung zur Speicherung und bedarfsgerechten Datenauswertung erarbeitet.

Verbesserte Abläufe und mehr Verantwortung

Die Einführung von „Mobile Easykey“ führte unmittelbar zu spürbaren Verbesserungen: weniger Schäden, effizientere Abläufe und ein gestärktes Verantwortungsbewusstsein. Fahrer profitieren davon, dass Vorgänge objektiv nachvollzogen werden können. Schnell wurde klar: Es geht um Fairness, Sicherheit und Unterstützung im Alltag.

„Heute verbreitet sich ‚Mobile Easykey‘ innerhalb der BASF-Betriebe durch positive Erfahrungsberichte beinahe von selbst“, berichtet Werkstattmeister Christoph Kupper, der die technische Betreuung übernimmt. „Die Kombination aus Sicherheit, Transparenz und einfacher Handhabung überzeugt alle Beteiligten.“

Vom Ex-Schutz bis zu autonomen Maschinen

Inzwischen setzen rund 20 Betriebe auf dem Werksgelände „Mobile Easykey“ ein – nicht nur bei klassischen Staplern, sondern auch bei handgeführten Geräten und autonomen Maschinen. Ein besonderer Meilenstein war die Einführung des Ex-Schutz-Moduls für Bereiche die Explosionsschutz-Kriterien unterliegen. Damit konnte BASF auch in hochsensiblen Zonen eine sichere Zugangssteuerung gewährleisten. „Mobile Easykey“ ist heute fester Bestandteil des BASF-Sicherheits- und Effizienzkonzepts in der Intralogistik. 95 Prozent der Module sind über Mobilfunk mit der Datenbank verbunden – unabhängig vom WLAN auf dem weitläufigen Gelände. Die Module überstehen mehrere Fahrzeuggenerationen und mehr als 10.000 Betriebsstunden. Berechtigungen für Spezialfahrzeuge werden direkt im System vergeben. Die automatische Abschaltung nach Crashs schützt Material und Energie.

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