„Palloc“: KI-gestützte Depalletierung nicht nur für Kisten, sondern nun auch für Säcke und Beutel

Auf der Messe Automatica 2025 präsentierte Sick erstmals das neueste Update des KI-gestützten Kamerasystems „Palloc“ (PALlet content LOCalization) für die automatisierte robotergeführte Depalettierung. Die erweiterten Lokalisierungsfunktionen bieten über Kartons hinaus nun auch die Möglichkeit zum Entstapeln von frei geformten Gegenständen wie Säcken und Beuteln. Dadurch wird der Einsatzbereich signifikant erweitert und den Kunden eine noch größere Flexibilität in den Anwendungen geboten.

„Palloc“ ermöglicht es, kognitive Fähigkeiten des Menschen auf die Roboterführung zu übertragen. Dies erlaubt es, die schwere und monotone Arbeit der manuellen Depalettierung mithilfe von Robotern zu automatisieren sowie den Prozess als solchen von möglichen Personalengpässen zu entkoppeln. Das Lokalisierungssystem besteht aus einer leistungsfähige 3D-Snapshot-Kamera mit einem ab Werk vorinstallierten und vortrainierten neuronalen Netz sowie einem leistungsfähigen Deep-Learning-basierten Lokalisierungsalgorithmus. Das neuronale Netzwerk – ursprünglich trainiert für kubische Objekte wie Kartons – wurde jetzt im neuen „Palloc“-Update speziell für die Erkennung und Lokalisierung unregelmäßig geformter Gegenstände wie Säcke erweitert. Aufbauend auf den ab Werk vortrainierten Karton-, Sack- und Beuteltypen können bei Bedarf über die benutzerfreundliche KI-Tool-Suite „dStudio“ von Sick ohne tiefgreifende Bildverarbeitungs- oder KI-Kenntnisse neue Gebindevarianten ergänzt werden.

Aktualisierte Tool-Suite „dStudio“ verfeinert Lokalisierungsgenauigkeit von „Palloc“

Parallel zur Produktaktualisierung von „Palloc“ hat Sick auch eine neue Version von „dStudio“ veröffentlicht. Mit dieser können Kunden selbstständig das neuronale Netz für eine optimale Leistung in ihren spezifischen Umgebungen feinabstimmen. Mit nur wenigen Klicks haben Anwender nun die Möglichkeit, Bilddaten zu sammeln, diese mit Anmerkungen zu versehen und das neuronale Netz individuell zu erweitern, um eine passgenaue Lokalisierungsgenauigkeit zu erzielen. Dies geschieht unabhängig von Form, Größe oder Aussehen der Objekte. „Beide Updates sind ein bedeutender Schritt vorwärts, um fortschrittliche KI-gesteuerte Lokalisierung für ein breiteres Spektrum industrieller Anwendungen zugänglich und anpassungsfähig zu machen“, sagt Maik Ahlers, Market Product Manager Robotic Solutions bei der Sick-Vertriebs-GmbH in Düsseldorf. „Wir sind gespannt, wie unsere Kunden diese neuen Funktionen nutzen werden, um ihre Abläufe passgenau zu optimieren und ihre Effizienz zu steigern.“

Investitionssichere Innovation mit bewährt intuitiver User Experience

Mit der neuen Funktionalität für frei geformte Arten von Säcken bleibt – neben der bekannt zuverlässigen und griffsicheren Roboterführung – auch die von „Palloc“ gewohnte Benutzerfreundlichkeit erhalten: Anwender wählen einfach aus, ob sie das Netzwerk für Kartons oder für sackförmige Gegenstände aktivieren möchten – eine komplexe Konfiguration ist nicht erforderlich.

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