INTERVIEW: Warum Siempelkamp Transport Systems jetzt in Indien sichtbarer werden will
Siempelkamp Transport Systems richtet seinen internationalen Vertrieb nun auch stärker auf Indien aus. Das Unternehmen aus Schloss Holte-Stukenbrock will den Markt nach Angaben von Vertriebsleiter Maximilian Michels über vorhandene Konzernstrukturen, lokale Ansprechpartner und Messepräsenz intensiver bearbeiten. Im Mittelpunkt stehen fahrerlose Transportsysteme und kundenspezifische Lösungen für die Produktionslogistik schwerer Güter.
Exportanteil deutlich gestiegen
Die Internationalisierung hat für Siempelkamp Transport Systems an Bedeutung gewonnen. Der Exportanteil sei von ursprünglich zehn Prozent auf rund 50 Prozent gestiegen. Historisch habe der Schwerpunkt mit etwa 70 Prozent in Deutschland, Österreich und der Schweiz gelegen. Als Gründe für die Verschiebung nannte Michels steigende Bedarfe, Automatisierungsrückstände und höhere Investitionsbereitschaft in anderen Märkten.
Ein Schwerpunkt liegt auf den USA und Asien. In China verfügt das Unternehmen über einen Standort, der Projekte vom Vertrieb bis zur Anlageninbetriebnahme betreut. In Indien wurden bereits Einzelprojekte umgesetzt. Dort sieht der Anbieter weiteren Bedarf und will die Marktbearbeitung ausbauen.
Indien soll lokaler bearbeitet werden
Für Indien kann Siempelkamp Transport Systems auf bestehende Konzernressourcen zurückgreifen. Siempelkamp unterhält dort zwei Standorte in Kolkata und Pune mit etwa 50 Mitarbeitenden. Diese Struktur soll helfen, Anfragen schneller zu bearbeiten und Kunden lokaler sowie kulturell passender anzusprechen.
Zudem prüft das Unternehmen Produktionsmöglichkeiten vor Ort. Grundlage ist der Ansatz, lokale Märkte stärker mit lokalen Ressourcen zu bedienen. Nach Einschätzung von Michels ist Siempelkamp Transport Systems in Indien bisher noch wenig sichtbar. Deshalb soll die Präsenz im Markt schrittweise steigen.
Komplexe Entscheidungsstrukturen
Der indische Markt gilt aus Sicht des Unternehmens als technologieoffen, aber anspruchsvoll. Die Entscheidungsstrukturen liefen über mehrere Hierarchieebenen, der Vertriebszyklus dauere länger als in etablierten europäischen Märkten. Für Siempelkamp Transport Systems bedeutet das längere Vorlaufzeiten und einen stärkeren Bedarf an Sichtbarkeit.
Messen spielen dabei eine wichtige Rolle. Neben der Logimat in Stuttgart nutzt das Unternehmen auch Veranstaltungen in Indien, China, Brasilien und den USA. In der Jahresplanung stehen laut Michels sechs Messen, im Schnitt also alle zwei Monate eine Veranstaltung. Auch die Logimat India im kommenden Jahr sei für das Unternehmen wieder relevant.
Das gesamte Interview lesen Sie in der Ausgabe 4/26 sowie unter diesem LINK.













































