Gittermast-Raupenkran hebt Brückenteile auf Autobahn-Baustelle
„Bei Lastgewichten von 96 bis 148 Tonnen, die mit Ausladungen von 40 bis 64 Metern gehoben werden mussten, führte auf dieser Baustelle am Einsatz eines Raupenkrans der 650-Tonnen-Klasse trotz der beengten Platzverhältnisse kein Weg vorbei“, erzählt Marco Wilhelm, Prokurist bei Wiesbauer. Die Entscheidung fiel dabei auf den CC-3800-1-Gittermast-Raupenkran von Demag, der bei seiner Arbeit von einem AC-160-5 All-Terrain-Kran aus gleichem Hause unterstützt wurde. Doch bevor der CC 3800-1 auf die Baustelle verbracht werden konnte, musste zunächst einmal sein Stellplatz präpariert werden. Da die Lahn in unmittelbarer Nähe der Baustelle entlangfließt, war der Untergrund nicht ausreichend tragfähig für das schwere Einsatzgerät. Deshalb wurde der vorgesehene Stellplatz des Krans zuvor mit einem Betonfundament befestigt. Dort konnte der Kran dann sicher in der Konfiguration LSL 1 mit einem 84-Meter-Hauptausleger und einem 36-Meter Superlift-Ausleger, 50 Tonnen Zentralballast und 225 Tonnen Gegengewicht aufgebaut werden. Das extrem hohe Gegengewicht ermöglichte es, den Hauptausleger ohne zusätzliches Superliftgegengewicht aufzurichten. Durch den Verzicht des Superliftgegengewichts beim Aufrichten aber auch beim Aufnehmen der Lasten vergrößerte sich der nutzbare Arbeitsbereich des Krans, wodurch der Einsatz des großen Raupenkrans möglich wurde. So war das Wiesbauer-Team in der Lage, mit dem Demag CC 3800-1 Kran alle anstehenden Hübe problemlos durchzuführen.
Insgesamt waren für den Bau der zwei Brückenabschnitte zwei separate Einsätze an zwei unterschiedlichen Kran-Stellplätzen erforderlich: Einmal mussten die Stahl-Bauteile über die Lahn gehoben werden und einmal über eine parallel verlaufende Bahnlinie. Pro Einsatz wurden jeweils ein Stahlbrücken-Querträger und vier Stahlbrücken-Längsträger eingehoben. Um den Bahnverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, standen dem Wiesbauer-Team für die meisten Hübe nur eng begrenzte Bahnsperrpausen während der Nacht zur Verfügung. Beide Einsätze konnten innerhalb von fünf Wochen durchgeführt werden.


















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