Doppelauftrag: Dematic installiert zwei Autostore-Systeme bei Weiss Technik

Dematic hat gleich zwei Standorte der Weiss Technik GmbH mit eigenständigen Autostore-Systemen automatisiert. Die Anlage am Hauptsitz von Weiss Technik im hessischen Lindenstruth verfügt über neun fahrende Roboter, die sowohl den Transport als auch die Ein- und Auslagerung der etwa 13.400 Behälter übernehmen. Das System am Standort im baden-württembergischen Balingen bietet circa 6.300 Behältern Platz. Dort sind ebenfalls neun Roboter im Einsatz. Beide Anlagen sind bereits in Betrieb gegangen.

Dematic hat gleich zwei Standorte der Weiss Technik GmbH mit eigenständigen Autostore-Systemen automatisiert. Die Anlage im hessischen Lindenstruth verfügt über neun fahrende Roboter. (Bildquelle Weiss Technik)
Dematic hat gleich zwei Standorte der Weiss Technik GmbH mit eigenständigen Autostore-Systemen automatisiert. Die Anlage im hessischen Lindenstruth verfügt über neun fahrende Roboter. (Bildquelle Weiss Technik)

„Trotz der stark beeinträchtigten globalen Lieferketten, auf die jedes Unternehmen angewiesen ist, ist es uns gelungen, den Doppelauftrag für Weiss Technik pünktlich und innerhalb des Budgets abzuwickeln, was angesichts der heutigen Herausforderungen hervorragend ist“, sagt Winnie Ahrens, Sales Director DACH bei Dematic. Der weltweit führende Spezialist für intelligente Automatisierung hat zwei leistungsfähige Autostore-Systeme installiert, die die vorhandene Fläche optimal ausnutzen und vielfältige Lager- und Erweiterungsmöglichkeiten bieten. Weiss Technik nutzt diese für die Kleinteilelagerung von Komponenten zur Herstellung größerer Anlagen. Mit den Systemen automatisiert das führende Unternehmen in der Wärme-, Klima- und Pharmatechnik seinen gesamten Materialfluss inklusive des Ersatzteileversands und gewährleistet so zugleich die bestmögliche Versorgung der Produktion.

Das neuinstallierte System in Lindenstruth hat eine Lagerkapazität von circa 13.400 Behältern. Diese sind zudem in weitere Fächer unterteilt, sodass sie unterschiedliche Artikel aufnehmen können. Auf der Oberfläche fahren neun mobile Roboter, die automatisch auf die Behälter zugreifen, sobald die darin enthaltene Ware angefordert wird. Anschließend befördern sie die Artikel selbsttätig zu den Ports der Kommissionierstationen. Über einen Rollenförderer werden die kommissionierten Artikel dem innerbetrieblichen Transport zur Verfügung gestellt und anschließend an die jeweiligen Produktionsbereiche transportiert. Auf diese Weise werden unnötige Laufwege und Nebenaktivitäten der Mitarbeitenden vermieden. Darüber hinaus fällt das Nachfüllen von Ware weg, woraus sich ein zusätzlicher Zeitgewinn ergibt.

Am Standort Balingen hat Dematic einen Autostore mit circa 6.300 Behältern installiert. Niko Hoffmann, Projektingenieur bei Weiss Technik erklärt: „Im Ergebnis sollen die Systeme zu einer deutlich höheren Kommissionierleistung bei gleichzeitig niedrigerer Fehlerquote führen.“ Durch mehrere Stabilisierungstürme ist ein reibungsloser Betrieb in einer der höchsten Erdbebenzonen Deutschlands gewährleistet. Die Stabilisierungstürme werden gemeinsam mit dem Autostore verbaut und das Grid an diesen fixiert. Dematic übernimmt dabei die Rolle des Generalunternehmers.

Ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung war laut Hoffmann zudem, dass die Lösung skalierbar ist und ohne große Einschränkungen auch im laufenden Betrieb erweitert werden kann. Zusätzliche Behälterplätze können problemlos über Rastererweiterungen realisiert werden. Auch weitere Roboter lassen sind schnell integrieren. „Unsere Entscheidung für Dematic basierte auf einer langfristigen Perspektive. Mit dem weltweiten Netzwerk von Engineering-Profis und der langjährigen Erfahrung bei Lagerlösungen war es für uns wichtig, einen zuverlässigen Partner mit höchsten Ansprüchen an Qualität und Kompetenz zu wählen“, sagt Hoffmann.

Die Energieeffizienz des Systems war ein weiterer Pluspunkt bei der Auftragsvergabe, sagt Ahrens: „Dank der äußerst kompakten Lagerung sowie des niedrigen Energieverbrauchs ist das Autostore-Konzept sehr umweltfreundlich und passt damit optimal zur Firmenphilosophie von Weiss Technik.“ Zurückzuführen ist dies nicht zuletzt auf die Rückgewinnung der Energien, die beim Bremsen der Roboter und beim Ablassen der Behälter entstehen. Die Energiekosten werden zudem gesenkt, da der Platzbedarf des Autostore geringer ist und somit weniger Gebäudefläche unterhalten werden muss.

Laut Hoffmann soll die Zusammenarbeit demnächst noch verstärkt werden. Mit der Schunk-Gruppe, Holding von Weiss Technik, wurde bereits ein Rahmenvertrag geschlossen. Auch hier sollen Autostore-Lösungen installiert werden. Ahrens: „Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit mit der Schunk Group und Weiss Technik und bedanken uns herzlich für die bisherige Kooperation.“

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