Cyber Resilience Act: Assessmentverfahren zur Risikobewertung und Umsetzung von CRA-Cybersecurity-Anforderungen

Das vom Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit „AISEC“ und der Sick AG gemeinsam entwickelte Risikobewertungstool „QuBA-libre“ ermöglicht die Validierung des Cybersecuritystatus von Produkten wie Sensoren oder Edge-Geräten sowie von einfachen Systemen bereits in deren Entwicklungszyklus. Das fragebogenbasierte Assessment macht es möglich, Risiken schnell und präzise zu analysieren und zu bewerten. Darüber hinaus generiert das Open-Source-Tool Vorschläge für Gegenmaßnahmen zur Minderung oder Vermeidung identifizierter Risiken. Nach Abschluss der Risikoanalyse erstellt „QuBA-libre“ automatisch eine Maßnahmenliste, die die Ergebnisse zusammenfasst und den Anforderungen der CRA zuordnet. SICK integriert mit „QuBA-libre“ Cybersecurity effizient in die Entwicklung eigener Produkte.

Mit dem fragebogenbasierten Assessmentverfahren von „QuBa-libre“ ist es möglich, Risikobewertungen bereits in frühen Phasen der Produkt- oder Systementwicklung durchzuführen. (Quelle: Sick AG)
Mit dem fragebogenbasierten Assessmentverfahren von „QuBa-libre“ ist es möglich, Risikobewertungen bereits in frühen Phasen der Produkt- oder Systementwicklung durchzuführen. (Quelle: Sick AG)

Der EU-Cyber Resilience Act, der 2024 verabschiedet wurde und 2027 verbindlich in Kraft tritt, hat das Ziel, die Cybersecurity von Produkten mit digitalen Elementen deutlich zu verbessern. Um dies zu erreichen, stellt die Verordnung (Cyber Resilience Act – CRA) Anforderungen an die Cybersecurity derartiger Produkte über den gesamten Lebenszyklus. Es soll gewährleistet werden, dass nur noch Produkte und Systeme auf den Markt kommen, die keine bekannten ausnutzbaren Schwachstellen aufweisen, durch die die Produkte zum Einfallstor oder zur Angriffsplattform für Cyberattacken werden können. Daher schreibt der CRA ausdrücklich Risikobewertungen für alle Produkte mit digitalen Elementen vor.

Mit effizientem Risiko Assessment Cybersecurity-Anforderungen des CRA erfüllen

Mit dem fragebogenbasierten Assessmentverfahren von „QuBA-libre“ ist es möglich, Risikobewertungen bereits in frühen Phasen der Produkt- oder Systementwicklung durchzuführen. Wie vom CRA gefordert, können dadurch schon in der Konzeptions- und Entwurfsphase Angriffsflächen vermieden und geeignete Schutzmaßnahmen geplant werden. Mögliche Sicherheitslücken lassen sich so bereits frühzeitig in der Produktentwicklung systematisch identifizieren und beheben. Die auf dieser Basis erstellten Konzepte für die Cybersecurity von Produkten und Systemen gewährleisten, dass die Schutzmechanismen direkt in das Produktdesign integriert werden.

Automatisierte Ergebnis- und Anforderungsdokumentation

Mit der Erfassung von Antworten auf Fragen zur Auswirkungsbewertung und zum erforderlichen Angriffspotenzial sowie der automatisierten Risikobewertung, Generierung und Zuordnung geeigneter Schutzmaßnahmen, mit Hilfe integrierter Maßnahmenkatalogen auf Basis der IEC 62443-4-2, ermöglicht „QuBA-libre“ eine umfassende Analyse der Cybersecurity eines Produktes oder eines einfachen Systems. Möglicherweise verbleibende Risiken werden benannt und Cybersecurityspezialisten zur Bewertung zur Verfügung gestellt. Nach Abschluss des Risiko Assessments wird von „QuBA-libre“ automatisiert eine Liste von Maßnahmen erstellt, die eine Zusammenfassung der Ergebnisse und die Zuordnung zu den Anforderungen aus der CRA enthält. Mit „QuBA-libre“ wird CRA-konforme Cybersicherheit – wie bei SICK – zu einem integralen Qualitätsmerkmal von digitalen Produkten.

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