ABB Robotics bringt Cobot-Familie „PoWa“ mit bis zu 30 Kilogramm Traglast auf den Markt

ABB Robotics hat die neue Cobot-Familie „PoWa“ vorgestellt. Die Baureihe soll hohe Geschwindigkeit, höhere Traglasten und industrielle Leistungsfähigkeit mit den typischen Eigenschaften kollaborativer Robotik verbinden. Vorgesehen sind die Systeme für kleine und mittlere Unternehmen ebenso wie für große Industrieunternehmen. ABB nennt sechs Traglastklassen von sieben bis 30 Kilogramm sowie Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 5,8 Metern pro Sekunde.

Mit der neuen Cobot-Familie „PoWa“ schließt ABB Robotics die Lücke zwischen klassischen Cobots und herkömmlichen Industrierobotern. (Bildquelle: ABB Robotics)
Mit der neuen Cobot-Familie „PoWa“ schließt ABB Robotics die Lücke zwischen klassischen Cobots und herkömmlichen Industrierobotern. (Bildquelle: ABB Robotics)

Mit der neuen Familie will ABB nach eigenen Angaben eine Lücke im Markt schließen. Diese liege zwischen klassischen Cobots, denen es für industrielle Anwendungen häufig an Geschwindigkeit und Traglast fehle, und herkömmlichen Industrierobotern, die eher für hochspezialisierte und groß angelegte Automatisierungsumgebungen ausgelegt seien. Vor diesem Hintergrund positioniert der Hersteller die Cobot-Familie „PoWa“ für kollaborative Anwendungen, die mehr Leistung bei weiterhin kompakter Bauweise verlangen.

Ausgelegt für kompakte Anwendungen

Die neue Baureihe wurde laut ABB speziell für beengte Umgebungen entwickelt. Als Einsatzfelder nennt das Unternehmen die Hochgeschwindigkeits-Maschinenbeladung, Palettier- und Schraubprozesse sowie das Lichtbogenschweißen. Hersteller sollen damit schnellere Prozesse mit höheren Lasten automatisieren können, ohne auf die für kollaborative Robotik typische Flexibilität, einfache Bedienung und den geringen Platzbedarf zu verzichten.

 

Einfache Inbetriebnahme und Integration

Die Bedienung der Cobots erfolgt nach Unternehmensangaben unter anderem über programmierbare Tasten an der armseitigen Schnittstelle sowie per No-Code-Programmierung. Zudem seien die Systeme mit einem umfangreichen Zubehör-Ökosystem von Drittanbietern kompatibel. ABB zufolge können die Cobots innerhalb einer Stunde in Betrieb genommen werden und unterstützen Plug-and-Play mit einer Vielzahl von Tools.

Steuerungsplattform und Software-Anbindung

Angetrieben wird die neue Familie von der ABB-Steuerungsplattform „OmniCore“. Diese ermöglicht eine präzise Bewegungssteuerung sowie hohe Geschwindigkeit und Genauigkeit. Darüber hinaus lassen sich die Systeme in Software-Werkzeuge von ABB Robotics integrieren, darunter „RobotStudio“ und „Wizard Easy Programming“. Das soll eine intuitive Programmierung, eine schnelle Inbetriebnahme und eine hohe Anlagenverfügbarkeit unterstützen.

Teil der ABB-Strategie für autonome Robotik

ABB ordnet die Einführung von PoWa in seine Strategie für autonome und vielseitige Robotik ein. Ziel sei es, kollaborative Roboter in die Lage zu versetzen, mehr Aufgaben an mehr Einsatzorten zu übernehmen. Die neue Generationen intelligenter, flexibler und anpassungsfähiger kollaborativer Roboter soll dazu beitragen, Lernen, Verstehen und Planen stärker zu automatisieren.

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