Aus alt mach neu

Aus alt mach neu

Zertifizierter Service aus Remscheid

Auch nach mehr als 50 Jahren finden sich Krane noch im tagtäglichen Einsatz. Um solch lange Betriebszeiten sicherzustellen, bedarf es einer guten und regelmäßigen Pflege der Produkte.

1. Stufenschnitt durch den Katzträger (Quelle: Kuli Kempkes)
2. Montage des gekürzten Krans
In Kürze
Über Kuli Hebezeuge

Die Kuli Hebezeuge – Helmut Kempkes GmbH entwickelt und fertigt seit über neun Jahrzehnten Waren und Dienstleistungen in Remscheid, einer Industriestadt zwischen Rhein und Ruhr. Die Kompetenz der Kranexperten liegt in der Herstellung von Kranen, Krannormteilen, Elektro-Seilzügen und Hebebühnen. Erstes Anliegen ist eine hohe Verfügbarkeit der Krananlagen. Die Hebezeuge-Profis helfen, durch gezielte vorbeugende Instandhaltung, Störungen und Ausfallzeiten zu reduzieren.

 

Die „Kuli Hebezeuge – Helmut Kempkes GmbH“ ist ein familiengeführtes, mittelständisches Unternehmen und fertigt an den beiden Standorten in Remscheid hauptsächlich Brücken- und Portalkrane, Elektroseilzüge, Krankomponenten und -zubehör sowie Sonderlösungen mit Traglasten von 125 Kilogramm bis 200 Tonnen. Bereits im Jahre 1922 wurden die ersten Kuli-Hebezeuge am Stammsitz an der Bismarckstraße in Remscheid gefertigt. Mittlerweile kommen Kuli-Krane und Komponenten in über 120 Ländern weltweit zum Einsatz.

Einen Namen gemacht hat sich das Unternehmen allerdings auch über seine breite Angebotspalette an Servicedienstleistungen. Diese umfassen neben der Installation und Inbetriebnahme der eigenen Produkte unter anderem Schulung, Wartung, Instandhaltung, Reparatur, Generalüberholung oder sogar die komplette Erneuerung von bestehenden Anlagen.

Seine Fachkompetenzen in Sachen Service bringt Kuli Hebezeuge auch regelmäßig in die „RAL Gütegemeinschaft Kranservice“ (GKS) mit ein. Das Gründungsmitglied der Gütegemeinschaft hat sich, zusammen mit weiteren Unternehmen aus der Branche, zum Ziel gesetzt, stets qualitativ hochwertige Serviceleistungen mit kompetenten und gut geschulten Mitarbeitern zu gewährleisten. Guter Service, so die Philosophie, beinhaltet darüber hinaus auch einwandfreie Werkzeuge und Prüfmittel sowie eine aussagekräftige Dokumentation der erbrachten Leistungen. Gewährleistet werden die Qualifikation der Mitarbeiter und die Qualität der ausgeführten Arbeiten durch regelmäßige Audits.

Regelmäßige Pflege

Einige der von Kuli hergestellten Krane und Hebezeuge befinden sich auch nach 50 Jahren und mehr noch im Einsatz beim Kunden. Um solch lange Betriebszeiten sicherzustellen, bedarf es einer guten und regelmäßigen Pflege der Produkte. Hierzu bietet das Unternehmen Wartungen an, die auch die erforderlichen UVV – Prüfungen beinhalten. Zur Sicherstellung, dass alle notwendigen Kontrollen durchgeführt werden, dient eine festgelegte Checkliste, die später auch in die Dokumentation mit einfließt.

Die Königsdisziplin im Service bilden allerdings Generalüberholungen, Erneuerungen oder Umbauten an bestehenden Krananlagen, da diese besonders anspruchsvoll sind. Je nach Einsatzort und Bedienungsintensität wird das Material unterschiedlich beansprucht und man sieht sich regelmäßig neuen Herausforderungen gegenüber.

Praktisches Beispiel

So auch bei einem Kranumbau bei einem Beton-Fertigteilhersteller aus Hessen. Dort sollten die Kuli-Servicemitarbeiter vor Ort einen vorhandenen Kran aus dem Jahr 2001 mit einer Traglast von acht Tonnen und einer Spannweite von 28,3 Metern kürzen, da dieser in eine angrenzende, kleinere Halle umgesetzt werden musste.

Zunächst wurde der bestehende Zweiträger-Kran von seinem angestammten Platz gehoben. Da sich für gewöhnlich oberhalb eines Hallen-Laufkrans bis zur Decke nicht viel Platz befindet, musste hier mit viel Vorsicht und Fingerspitzengefühl vorgegangen werden, um keine Schäden am Kran oder gar an der Halle selbst zu verursachen. Einmal abgelassen, wurden Anbauteile wie Elektrik demontiert und die beiden Katzträger auf das Kürzen vorbereitet. Obwohl es sich teilweise um zentimeterdicke Bleche handelt, muss das Trennen der Kastenträger möglichst millimetergenau erfolgen. Der Ort des Schnittes wird im Idealfall so gewählt, dass er zwischen den im Träger verbauten Schottblechen erfolgen kann, um so die Schweißarbeiten zu minimieren und die spätere Statik zu optimieren. Schweißfachingenieure und Konstruktion stammen aus dem eigenen Haus und arbeiten dafür eng zusammen.

Eingangs wird die Farbe des Trägers entfernt und der Schnitt möglichst exakt angezeichnet. Allerdings wird nicht nur senkrecht getrennt, sondern ein Absatz geschnitten, der sich deutlich günstiger auf die zukünftige Statik auswirkt, da die Vertikalkräfte auf diese Art an zwei unterschiedlichen Stellen auf die Naht einwirken. Wenn möglich, wird nicht gebrannt, sondern mit einer Trennscheibe gearbeitet, da nach dem Trennen die Schnittkanten zum nachfolgenden Zusammenfügen nicht mit großem Aufwand vom Zunder befreit werden müssen, die Kanten eine bessere Qualität aufweisen und damit beim nachfolgenden Schweißen weniger Wärme eingeleitet wird.

Erschwerte Bedingungen

Im günstigen Fall kann der Träger beim Schneiden gedreht werden. Da jedoch in diesem Fall die Fahrwerke am Träger angeschweißt waren, musste unter erschwerten Bedingungen gearbeitet werden, um im Besonderen den Untergurt entlang der eingezeichneten Schnittlinie zu trennen.Zum Zusammenfügen des getrennten Trägers werden die zwei Teilstücke exakt ausgerichtet und fixiert. Anschließend wird zunächst „stabil“ geheftet, die Träger werden nochmals vermessen, bevor sie dann unter Beachtung der Schweißreihenfolgen endgültig verbunden werden. Das Einhalten der vorgegebenen Schweißfolgen ist zwingend notwendig und das Schweißen selbst bedarf auch einiger Erfahrungen, damit die Ausrichtung nicht durch Wärmeverzug beeinträchtigt wird.Dass es sich hier um einen Zweiträgerkran handelte, erhöhte nochmals den Anspruch an die Qualifikation und Erfahrung der Mitarbeiter. Denn ein Kran läuft nur dann sauber auf der Bahn, wenn die Kopfträger exakt parallel verlaufen und auch die Diagonalen zwischen den zwei Trägern das gleiche Maß aufweisen. Stehen die Kopfträger nicht parallel, arbeiten sie gegeneinander, und das ließe sich akustisch leicht wahrnehmen.

Zertifizierter Service

Nach der Kürzung der Spannweite wurde der Kran an seinen neuen Einsatzort gebracht, installiert und erfolgreich in Betrieb genommen. Die finale Abnahme erfolgte durch einen externen Kran-Sachverständigen, wahlweise kann auch ein eigener Kran-Sachverständiger von Kuli zum Einsatz kommen. Erfolgsgarant der „Kuli Hebezeuge – Helmut Kempkes GmbH“ bei solchen Arbeiten sei jedoch der zertifizierte Service und die lange Erfahrung im Umgang mit anspruchsvollen Aufgaben. (jak)

Eine Information der Kuli Hebezeuge – Helmut Kempkes GmbH

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