Stiftungsprofessur in Dresden: VDMA rettet Kunzes Erbe
Für diesen Schritt fand sich in der Industrie kein Verständnis, denn der Lehrstuhl mit einem jährlichen Drittmittelaufkommen von 1,5 Mio. € und 30 Mitarbeitern gehört – gemessen an seinen Leistungskennzahlen – zu den erfolgreichsten der Fakultät Maschinenwesen. Mit der vom VDMA-Fachverband Bau- und Baustoffmaschinen und der FVB finanzierten Stiftungsprofessur wurde nun eine tragfähige Lösung gefunden. Sie gewährleistet, dass die Forschungsarbeiten an der Schnittstelle zwischen der Antriebstechnik, der Konstruktion, dem Prozessverständnis und dem Bedienkomfort elektronisch-hydraulisch gesteuerter mobiler Arbeitsmaschinen sowie die exzellente Ausbildungskultur der TU Dresden auf diesem Gebiet fortgeführt werden.
Die Stifter finanzieren nicht nur die Professorenstelle, sondern sind auch an der Errichtung einer neuen Maschinenhalle beteiligt. Die TU Dresden stellt die für die Stiftungsprofessur erforderliche Infrastruktur sowie Personal und Ausstattung zur Wahrnehmung der Lehr- und Forschungsaufgaben zur Verfügung. Der zukünftige Inhaber der Stiftungsprofessur kann zudem auf ein exzellentes Netzwerk im Bereich Baumaschinen zurückgreifen. Enge Kontakte bestehen zu etwa 100 Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie zu zahlreichen Hochschulen im In- und Ausland. Zu den Arbeitsschwerpunkten gehört die Verbesserung der maschinellen Arbeitsprozesse. Außerdem sind Lösungen zu entwickeln, die die Produktivität, Präzision, Energieeffizienz, den Komfort, die Sicherheit, Robustheit und Leistungsdichte sowie die Kosteneffizienz von Bau- und Baustoffmaschinen steigern.
Die Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden sieht die Integration der neuen Stiftungsprofessur in das Institut für Fluidtechnik vor. Durch das Zusammenwirken der Professuren für „Fluid-Mechatronische Systemtechnik“ und „Baumaschinen“ sind zahlreiche Synergien zwischen den fachspezifischen Domänen möglich. „Unser Institut bringt eine umfangreiche Expertise mit und wir freuen uns, mit der Stiftungsprofessur die Zusammenarbeit mit der Industrie weiter zu intensivieren und das Wissen zu den unterschiedlichsten Themen vernetzen zu können“, sagt Prof. Jürgen Weber, Direktor des Instituts für Fluidtechnik.


















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