Tradition trifft High-Tech: A&E Gütermann digitalisiert Lagerprozesse mit „Zetes Medea“

Der weltweit operierende Nähfadenhersteller A&E Gütermann digitalisiert die Arbeitsschritte in seinem Fertigwarenlager am Firmensitz in Gutach im Breisgau mit dem Warehouse Execution System (WES) „Zetes Medea“. Im ersten Schritt konnte der Personalaufwand für das Durchführen der permanenten Inventur halbiert werden, während Qualität und Tempo gestiegen sind. Es ist geplant, auch die übrigen Arbeitsschritte im Fertigwarenlager mit „Zetes Medea“ zu digitalisieren.

(Bildquelle: Zetes)
(Bildquelle: Zetes)

A&E Gütermann ist ein traditionsreicher und weltweit operierender Nähfadenhersteller. Die Firma wurde 1864 von Max Gütermann gegründet und stellte einst die größte Nähseidenfabrik der Welt dar. Das Unternehmen ist heute der weltweit führende Hersteller von Nähgarn und Teil der US-amerikanischen Elevate Textiles, Inc. Rund 380 Mitarbeitende erwirtschafteten 2021 einen Jahresumsatz von 74 Mio. EUR.

Projektabschluss nach nur vier Monaten

Das 12.500 Quadratmeter große Fertigwarenlager bietet 91.000 Lagerplätze für 70.000 verschiedene Produkte. Rund 60 Mitarbeitende organisieren hier die Warenbewegungen noch überwiegend mit Papierbelegen. 2022 fiel der Startschuss für eine schrittweise Digitalisierung mit „Zetes Medea“, das bei A&E Gütermann über eine Schnittstelle mit dem ERP-System SAP R3 kommuniziert. Für den ersten Digitalisierungs-Schritt eignete sich vor allem die permanente Inventur, die bislang durch Zweier-Teams durchgeführt wurde. „Das Projekt zur Umstellung der Inventur konnte innerhalb von nur vier Monaten abgeschlossen werden und wir rechnen bereits 2023 mit der Amortisierung“, bestätigt Projektleiter Oliver Maier.

Jetzt werden die in SAP generierten Zähllisten digital an „Zetes Medea“ übertragen. Das Warehouse Execution System ist bei A&E Gütermann nicht nur als Cloudlösung, sondern auch als App auf den mobilen Computern vom Typ Honeywell CT45XP aktiv. Ein integrierter 2D-Imager ermöglicht die Datenerfassung. Direkt von der Startmaske aus kann die Inventur aktiviert werden. Diese wird jetzt von einem einzelnen Mitarbeitenden in kürzerer Zeit durchgeführt, weil die Papierlisten entfallen. Dies spart nicht nur etwa 30.000 Blatt Papier pro Jahr, sondern halbiert auch den Personaleinsatz für die Inventur, so dass die Mitarbeitenden ohne Unterbrechung im Kommissionierprozess weiterarbeiten können.

Deutlich höhere Bestandsqualität

Dem Mitarbeitenden wird auf dem fünf Zoll großen Display angezeigt, zu welchem Lagerfach er gehen muss. Nach dem Zählen der Artikel wird die Anzahl am CT45XP eingegeben und geprüft. Etwaige Abweichungen von dem in SAP verbuchten Lagerbestand fallen sofort auf und werden dem Mitarbeitenden am Display angezeigt. In diesen Fällen muss das Zählergebnis nochmal überprüft werden. Insgesamt hat dadurch die Bestandsqualität deutlich gewonnen.

Zu den weiteren positiven Effekten des digitalen Inventurprozesses mit „Zetes Medea“ zählt die automatisierte Archivierung. Mussten früher noch die Belege abgeheftet und zehn Jahre lang aufbewahrt werden, so geschieht dies heute unsichtbar und verlässlich in der Cloud. Nicht zuletzt können neue Mitarbeitende jetzt schneller eingearbeitet werden, weil die Arbeitsanweisungen von „Zetes Medea“ auf den Displays der mobilen Computer eindeutig und leicht verständlich sind. Zusätzlich bietet „Zetes Medea“ mit seinem Cloud basierten Webportal eine Live Übersicht über alle aktuell laufenden Aufträge und deren Status, sowie die Möglichkeit Aufträge zuzuweisen und zu priorisieren.

Mittlerweile hat Gütermann auch das Einlagern der rund 1.400 Lagerpositionen pro Tag digitalisiert. Hier erwartet das Unternehmen ähnliche positive Effekte und ein fehlerfreies Arbeiten.

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