S&P bringt Autostore und Lagerverwaltungssoftware „SuPCIS-L8“ auf harmonischen Kurs

Die S&P Computersysteme GmbH, Hersteller von Lagerverwaltungssoftware aus Leinfelden-Echterdingen und seit 2022 Tochtergesellschaft von Element Logic, hat eine eigene technische Komponente für Autostore geschaffen. Der „AutoStore Connector“ ermöglicht eine reibungslose Verbindung vom AutoStore zum S&P-Lagerverwaltungssystem „SuPCIS-L8“ und besitzt die Fähigkeit, die komplexesten Herausforderungen zu meistern. Diese Lösung bietet besonders in großen Autostore-Anlagen eine völlig neue Dimension der Transparenz und Kontrolle.

Der „Autostore Connector“ ermöglicht eine reibungslose Verbindung vom Autostore zur Lagerverwaltungssoftware. (Bildquelle: S&P)
Der „Autostore Connector“ ermöglicht eine reibungslose Verbindung vom Autostore zur Lagerverwaltungssoftware. (Bildquelle: S&P)

Der „Autostore Connector“ ist S&P zufolge vollständig und nahtlos in die Lagerverwaltungssoftware „SuPCIS-L8“ integriert. Durch die direkte Anbindung werden die Daten automatisch zwischen der Lagerverwaltungssoftware und der Autostore-Anlage synchronisiert. Sogar mehrere Autostore-Anlagen in verschiedenen Größen können angebunden werden. Der „Autostore Connector“ teilt sich dabei die Aufgaben mit dem Autostore. Soll beispielsweise kommissioniert werden, meldet die Lagerverwaltungssoftware dem Autostore, welcher Behälter am Port gebraucht wird. Das Autostore kümmert sich dann um alle Transporte und um die zuvor optimierte Bereitstellung der Behälter, um Wartezeiten auf die Behälter eines Auftrags zu vermeiden. Die Lagerverwaltungssoftware kennt die Bestände in den einzelnen Behältern und das Autostore den Füllgrad.

Aufgrund der nativen Integration haben alle Informations- und Arbeitsplatzdialoge dasselbe User Interface. Für den Lagerleitstand bedeutet das eine ganzheitliche Übersicht und volle Transparenz über das gesamte Lager. Diese Übersicht ermöglicht auch einen flexiblen Personaleinsatz, da in sämtlichen Lagerbereichen das identische Bedienprinzip zum Einsatz kommt. Dafür hat S&P die Funktionen generisch, also universell entwickelt, um sie für die unterschiedlichen Datentypen und Datenstrukturen verwenden zu können. Technologisch ist der „Autostore Connector“ so konzipiert, dass dieser bei Änderungen automatische Tests durchläuft. Dadurch bleibt die Komponente jederzeit updatefähig und bietet eine sehr hohe Sicherheit bei neuen Einspielungen der Software. So lassen sich auch Performance Anforderungen großer Anlagen erfüllen, zum Beispiel die einer Anlage mit mehr als 170.000 Bins, 30 Ports und 300 Robotern.

Extrafeature für zentrale Arbeitsplatzsteuerung

Geht es um die Integration von sehr großen Autostore-Anlagen, dann wünschen sich manche Kunden eine zentrale Arbeitsplatzsteuerung. Warum? Weil das Autostore selbstorganisierend ist, also dezentral gesteuert wird. Soll ein Auftrag am Port kommissioniert werden, wählt der Mitarbeiter normalerweise selbst, ob zum Beispiel zuerst die Express- oder die Standardaufträge bearbeitet werden sollen. Bei kleinen und auch den meisten mittleren Anlagen funktioniert dies gut. Für sehr große Anlagen mit dutzenden Ports, die sich teilweise über verschiedene Lagerbereiche und Gebäude verteilen, stößt dieses Prinzip an seine Grenzen. Um den Kunden auch für solche Anlagen eine Lösung zu bieten, hat S&P die zentrale Arbeitsplatzsteuerung als Autostore-Dialog geschaffen. So kann der Leitstand festlegen, was an den einzelnen Ports gemacht wird. Beispielsweise kümmert sich Port eins um Expressaufträge, Port zwei um Standardaufträge und Port fünf konzentriert sich aufs Einlagern. Die Arbeitsplatzsteuerung ist als Add-on konzipiert. Das heißt, solange keine Beschränkungen konfiguriert sind, gilt weiterhin das selbst organisierende Prinzip. Der Lagerleitstand hat aber trotzdem jederzeit die Kontrolle, wie viel steuernd eingegriffen werden soll.

Kombilösung aus externem Logistiksystem und Materialflussrechner

Vor dem „Autostore Connector“ hat S&P das Autostore als externes Logistiksystem (ELS) in Form einer Blackbox an die Lagerverwaltungssoftware angebunden. Das Problem: Es ist zwar integriert, aber durch die unterschiedlichen Funktionen und der anderen Benutzeroberfläche, einer dann benötigten Middleware, doch separiert. Anwender wünschen sich für ihre Intralogistik mit den verschiedenen Automatiklagern eine Software ohne zusätzliche Systeme und wenig Komplexität in der Bedienung. Normalerweise bindet S&P Automatiklager mit dem hochflexiblen Materialflussrechner (MFC) an. Da aber abgesehen vom Autostore-Automatiklager in der Regel eher individuell sind, muss der MFC für jedes Projekt mit dem Anlagenhersteller und deren Mitarbeiter aus der SPS-Programmierung in Betrieb genommen werden. Bei Autostore ist das anders, es ist ein standardisiertes Plug-and-Play-System und lässt sich in kürzester Zeit produktiv nutzen. Jedoch lässt sich auch in Lösungen, in denen die Behälter das Autostore verlassen sollen, genauso die Flexibilität des MFC in Kombination mit dem „Autostore Connector“ nutzen. Damit wird das Beste aus beiden Welten für die optimale Kundenlösung kombiniert.

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