Hochregallager steigert Effizienz

Mit „fehr honeycomb“ zu mehr Produktivität bei Internorm

Das österreichische Unternehmen Internorm Bauelemente GmbH, ein Pionier in der Herstellung von Fenstern und Türen, schloss kürzlich ein beeindruckendes Projekt mit dem Schweizer Lagertechnik-Spezialist fehr ab, durch den das Lager effizienter an die Produktionsprozesse angebunden werden konnte.

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Die Auslagerstationen wurden während dem laufenden Produktionsbetrieb montiert und in Betrieb genommen. Bild: Fehr Lagerlogistik
Die Auslagerstationen wurden während dem laufenden Produktionsbetrieb montiert und in Betrieb genommen. Bild: Fehr Lagerlogistik

Am Internorm-Standort Lannach in der Steiermark implementierte fehr ein automatisches Hochregallager für Langgut, das beim Fenster- und Türenbau für die Produktion benötigt wird, und öffnete dadurch ein Fenster zu mehr Effizienz. Durch die Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Lagerlogistik-Planer und -Hersteller fehr konnte Internorm seine Lagerkapazität deutlich erweitern, die Logistik maßgeblich optimieren und die Produktionsprozesse schneller und effizienter gestalten.

Ein Pionier der Fensterbranche

Die Internorm Bauelemente GmbH ist erfolgreich in der Fenster- und Türen-Branche tätig und hat ihren Hauptsitz in Traun, Österreich. Als Europas Fenstermarke Nummer eins kann Internorm auf eine lange Tradition und Erfahrung in der Herstellung und Vermarktung hochwertiger Fenster und Türen zurückblicken.

Das Unternehmen hat sich in den letzten 91 Jahren von einer Ein-Mann-Schlosserei zu einem internationalen Akteur mit 1.300 Vertriebspartnern in 21 Ländern entwickelt. Mehr als 27 Millionen Fenster- und Türeneinheiten wurden bis dato aus seinen Produktionswerken in Traun, Sarleinsbach und Lannach verschickt. Diese eindrucksvolle Erfolgsbilanz unterstreicht das Vertrauen der Planer, der Handwerker und der Bauherren in die Marke Internorm.

Innovative Produktion und Qualität

Internorm hat sich in den vergangenen Jahrzehnten einen Namen für seine kontinuierliche technische Weiterentwicklung und Innovationen gemacht. Dieser Geist ist auch in den Werken spürbar, wo ständig um Verbesserungen in den Produkten und Produktionsabläufen gerungen wird, wie bei dem Hochregallager-Projekt mit fehr.

Als stolzes österreichisches Unternehmen produziert Internorm ausschließlich in Österreich und setzt auf ausgezeichnete Produktqualität, innovative Technologien und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.Das Unternehmen beschäftigt mehr als 2.000 hochspezialisierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zusätzlich zu ihrem fachlichen Können auch Leidenschaft und Erfindergeist einbringen. Sie decken alle Aspekte der „Gesamtkonzeption Fenstersystem“ ab, von der Forschung und Entwicklung über die eigene Extrusion, Glasproduktion bis hin zur Logistik.

Das Hochregallagerprojekt in Lannach

Am Standort Lannach ist die Holz-Aluminium-Produktion angesiedelt.

In der Lagerlogistik stand Internorm dort vor der Herausforderung, das knappe Lagervolumen zu erweitern, eine rationelle Bereitstellung von Materialien sicherzustellen und die Produktionsanlagen effizienter an das Lager anzubinden. Automatisierung und Digitalisierung sollten die zeitaufwändigen und fehleranfälligen manuellen Tätigkeiten weiter reduzieren. Gerade bei Langgut wie den in Lannach benötigten Profilen aus Aluminium und Holz ist das eine Herausforderung und Aufgabe für echte Spezialisten.

Hier kam fehr ins Spiel. Internorm entschied sich für die Zusammenarbeit mit fehr, um ein automatisches Hochregallager für Langgut zu realisieren. Das Hochregallager wurde als einreihiges Wabenlager geplant und an die bestehende zweigeschossige Produktionshalle angeschlossen. Das Gebäude besteht aus einer zweigeschossigen Stahlbetonhalle von 37 Metern Breite, 90 Metern Länge und 17,25 Metern Höhe und einer Stahlhalle von 90 Metern Länge, 15,42 Metern Breite und 20,45 Meter Höhe in das fehr das Wabenlager integrierte. Die Außenhaut im Lagerbereich ist freitragend, die Windkräfte werden über einen Windverband abgestützt.

Insgesamt ist das monumentale Gebäude-Ensemble weithin sichtbares Beispiel dafür, wie moderne Lagerlogistik immer näher an die Produktionsprozesse heranrückt.

Die Zusammenarbeit beider Unternehmen

Die Entscheidung, mit fehr zusammenzuarbeiten, traf Internorm auf Grundlage der beeindruckenden Referenzprojekten des Unternehmens und den positiven Erfahrungen von Internorm bei einem Retrofit-Projekt in einem anderen Werk. Das von fehr vorgeschlagene Gesamtkonzept erfüllte die Aufgabenstellung von Internorm sehr gut, in der es vor allem darum ging, industrielle Prozesse zu installieren und die Automatisierung am Standort voranzutreiben. Jörg Seidler, Leitung Fertigungsorganisation Werk Lannach, betont die Flexibilität und Unkompliziertheit der Zusammenarbeit.

fehr reagierte auf kurzfristige terminliche Änderungen und technische Anpassungen während der Installation und Inbetriebnahme der Auslagerstationen bei laufendem Produktionsbetrieb äußerst unkompliziert und positiv. Für Internorm war dies ein wichtiger Aspekt, weil die Montage und Inbetriebnahme der Peripheriekomponenten parallel zum normalen Produktionsbetrieb erfolgten. Weil fehr von der ersten Prozessanalyse über die Planung, Lieferung, Montage, Projektleitung, Programmierung des Warehouse Management Systems bis hin zur Einschulung und Evaluation alle Leistungen aus einer Hand lieferte, konnte das neue Langgutlager reibungslos integriert werden.

Effizienzsteigerung und Verbesserungen für eine noch stärkere Wettbewerbsfähigkeit

Das neue Hochregallager ist ein „fehr honeycomb“ mit einer Lagerkapazität von 1.783 Stellplätzen und 1.500 Kilogramm Nutzlast pro Kassette. Mit ihm konnte Internorm seine Lagerkapazität erheblich erweitern und nun auftragsbezogen die Materialien effizienter für die Herstellung der Fenster und Türen bereitstellen. Besonders bemerkenswert ist die direkte Anbindung der Produktionsanlagen an das Lager, was den produktiven Ablauf verbesserte und zu einem signifikanten Effizienzgewinn führte, weil die Materialien automatisiert bereitgestellt werden.

Durch den Bau des Lagers und zur Verbesserung der Abläufe war es notwendig, die komplette Produktion über zwei Stockwerke um 90 Grad zu drehen. Alle Maßnahmen zusammen führten letztendlich zu erheblichen Einsparungen im Bereich der manuellen Logistikaufwände und einem deutlichen Gewinn an Effizienz. Das Projekt Hochregallager in Lannach wurde in zwei Phasen aufgeteilt, wobei fehr die erste Phase im Juli 2023 abschließen konnte und kurz vor Ausführung der zweiten Phase steht.

Mit diesem Projekt und der Partnerschaft mit fehr setzt Internorm seinen Weg fort, als europäische Spitzenmarke für Fenster und Türen auch in seiner Lagerhaltung und den Produktionsabläufen Maßstäbe zu setzen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Internorm und fehr ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie innovative Logistiklösungen dazu beitragen können, die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in einem hart umkämpften Markt zu steigern.

Die Erweiterung des Hochregallagers in Lannach trägt dazu bei, dass Internorm auch in Zukunft mit höchster Effizienz erstklassigeProdukte herstellen und liefern kann und die Bedürfnisse seiner Kunden in einer sich ständig verändernden Welt erfüllen kann. (jak)

Eine Information der Fehr Lagerlogistik AG

» Das Team von fehr montierte die Auslagerstation während des laufenden Produktionsbetriebs und nahm sie auch parallel dazu in Betrieb. Umso erfreulicher war für uns, dass fehr bei kurzfristigen terminlichen Änderungen und ausführungstechnischen Anpassungen stets flexibel und unkompliziert reagierte.

Jörg Seidler, Leitung Fertigungsorganisation Werk Lannach

 

Redaktion (allg.)

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Hochregallager steigert Effizienz
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