Smart Robotics und Opitz vereinbaren Partnerschaft für Verpackungsautomation
Im Rahmen der Kooperation übernimmt Opitz die federführende Rolle bei der Integration der Robotiktechnologie in übergreifende Verpackungskonzepte. Der Sondermaschinenbauer will die auf Künstlicher Intelligenz basierenden Robotiklösungen von Smart Robotics in seine Maschinen und Anlagen einbinden. Der niederländische Partner bringt dafür seine Technologien für automatisierte Kommissionier- und Palettierprozesse ein.
Opitz verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung individueller Automatisierungs- und Verpackungsmaschinen. Das Unternehmen aus Northeim ist eine Tochtergesellschaft des Verpackungsspezialisten Storopack aus Metzingen. Zu seinem Leistungsspektrum gehören unter anderem Anlagen zum Aufrichten und Verschließen von Kartons sowie zur automatischen Volumenreduzierung. Darüber hinaus verfügt der Hersteller über Kompetenzen bei der Integration von Förder-, Etikettier- und Wiegetechnik sowie bei der Anbindung von Software und Schnittstellen.
Mit der Partnerschaft will Opitz sein bestehendes Angebot bei geeigneten Kundenprojekten um robotergestützte Anwendungen erweitern. Smart Robotics wiederum erhält über die Zusammenarbeit Zugang zum Prozesswissen des Maschinenbauers und will seine Aktivitäten in der Verpackungsbranche ausbauen.
Künstliche Intelligenz für Kommissionierung und Palettierung
Smart Robotics entwickelt Robotersysteme für automatisierte Kommissionier- und Palettierprozesse. Die Lösungen nutzen Künstliche Intelligenz zur Steuerung robotergestützter Handhabungsaufgaben. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen aus Best in den Niederlanden bereits 130 Systeme im Einsatz und mit diesen mehr als eine Milliarde Kommissioniergriffe im realen Betrieb ausgeführt.
Die dabei gewonnenen Betriebsdaten dienen laut Smart Robotics als Grundlage für die Weiterentwicklung seiner Technologie. Das Unternehmen setzt dabei auf sogenannte Embodied AI, bei der Künstliche Intelligenz mit der physischen Interaktion von Robotersystemen verbunden wird. Die Lösungen lassen sich nach Unternehmensangaben für unterschiedliche logistische Prozesse einsetzen, von der Einzelstückkommissionierung bis zur Palettierung.
Durch die Kombination der Robotiktechnologie mit den Verpackungsmaschinen von Opitz sollen künftig integrierte Automatisierungslösungen entstehen. Nach Angaben der Partner kann die abgestimmte Einbindung beider Technologien dazu beitragen, die Zahl der erforderlichen Schnittstellen und den Integrationsaufwand zu reduzieren.
Branchenübergreifende Anwendungen vorgesehen
Die Unternehmen haben ihre Zusammenarbeit nicht auf einzelne Branchen beschränkt. Als mögliche Einsatzfelder nennen sie den Onlinehandel, Produktions- und Logistikbetriebe sowie die Lebensmittel-, Mode- und Pharmaindustrie.
Im Vordergrund stehen zunächst Anwendungen am Ende der Verpackungsprozesskette. Dazu gehören insbesondere robotergestützte Palettierprozesse und weitere Automatisierungsaufgaben im End-of-Line-Bereich. In einem späteren Schritt wollen die Partner prüfen, wie sich ihre Technologien auch für die automatisierte Einzelstückkommissionierung kombinieren lassen.
Die Kooperation soll damit sowohl bestehende Verpackungsprozesse um robotergestützte Funktionen ergänzen als auch die Entwicklung neuer Anlagenkonzepte ermöglichen. Opitz übernimmt dabei die Integration in die jeweiligen Verpackungsprozesse, während Smart Robotics die erforderliche Robotiktechnologie bereitstellt.
Erste gemeinsame Anwendungen in Planung
Als nächsten Schritt wollen die Unternehmen konkrete Anwendungsfälle identifizieren und entsprechende Lösungskonzepte entwickeln. Dazu sind auch Demonstrationsanwendungen vorgesehen, mit denen sich das Zusammenspiel von Verpackungstechnik und Robotik veranschaulichen lassen soll.
Darüber hinaus planen die Partner, ihre vertriebliche Zusammenarbeit auszubauen. Gemeinsam wollen sie geeignete Kundenprojekte identifizieren und prüfen, bei welchen Anwendungen sich die jeweiligen Technologien zu integrierten Automatisierungslösungen verbinden lassen.

































