E-Commerce-Logistik: Digitalisierung als Herausforderung und Lösung zugleich

E-Commerce-Logistik: Digitalisierung als Herausforderung und Lösung zugleich

Der digitale Handel boomt. Und laut der Studie „E-Commerce-Strategien für den mittelständischen Einzelhandel“ bleibt das auch so: Die Studie prognostiziert, dass, mit Ausnahme des Lebensmittelhandels, in fünf Jahren mehr als jeder vierte Euro online umgesetzt wird. Für die E-Commerce Logistik bedeutet dies, sie muss sich auf dauerhaft hohe Volumina einstellen. Daher sollten Logistiker schon heute auf Digitalisierung setzen, denn eine effiziente und flexible Warehouse-Management-Software bildet das Rückgrat erfolgreicher E-Commerce-Logistik.

„Speziell die Intralogistik im digitalen Handel ist durch eine hohe Dynamik und sich schnell verändernde Anforderungen geprägt“, meint Daniel Wöhr, Presseverantwortlicher der CIM GmbH. Gerade im E-Commerce-Sektor drehe sich alles darum, ein Lager flexibler, effizienter und schneller zu machen. Eine zentrale Rolle bei der Erreichung dieses Ziels sei eine moderne Lagerverwaltungssoftware. Denn diese setze an verschiedenen Stellschrauben an, um die intralogistischen Prozesse nachhaltig zu optimieren.

Reaktions- und Lieferzeiten im Lager senken

Das digitale Lager- und Supply-Chain-Management bietet Unternehmen enormes Zeitsparpotential. Funktionen wie die One-Scan-Kommissionierung, die Auftragsanalyse und -zusammenfassung, die zweistufige Kommissionierung oder das Multi-Order-Picking reduzieren Wege-, Handling- und Pickzeiten und haben damit wesentlichen Einfluss auf die Kommissionierzeit. Im digitalen Sektor noch stärker als in der klassischen Kommissionierung, da hier häufiger als sonst viele Sendungen mit wenigen, aber ähnlichen oder gleichen Artikelpositionen zu kommissionieren sind, zum Beispiel sogenannte Einpöster.

Auch der an die Kommissionierung anschließende Versandprozess kann mittels passender Lagerverwaltungs- oder Versandsoftware beschleunigt werden: So ermöglichen das Vorverpacken von Artikeln, das schnelle Verpacken von Artikeln direkt am Packplatz oder die Kommissioniervariante „Pick und Pack“ enorme Zeiteinsparung beim Verpacken und Versenden von Bestellungen.

Effizientes Retourenmanagement spart Logistikkosten

Ein enormer Zeitfresser im Lager seien aber nicht nur die Artikel, die an den Kunden versendet werden, sondern die, die der Kunde zurücksendet. „Die nach wie vor hohen Retourenquoten im Onlinehandel stellen viele Unternehmen vor große Probleme“, so Daniel Wöhr von der CIM. Er nennt zwei Aspekte, wie Logistiker dieser Herausforderung begegnen können: Ein softwaregestütztes Qualitätsmanagement erhöhe die Liefertreue und die Lieferqualität für den Endkunden. Nicht selten würden diese beiden Parameter darüber entscheiden, ob der Kunde die Sendung retourniert. Mit einem guten Qualitätsmanagement könne also auch die Retourenquote gesenkt werden.

Da ein Großteil der Retouren aber aus dem Bestellverhalten der Kunden resultiert, komme einem effizienten Retourenmanagement essentielle Bedeutung zu, um Logistikkosten zu senken. Ein softwaregestützer Retourenprozess vom Kunden bis zum Lieferanten organisiert die Einlagerung oder den direkten Neuversand von Rücksendungen, veranlasst eventuell notwendige Kontrollarbeiten und verwaltet den Retourenbestand. Zudem erfasst die Software, welche Artikel aus welchen Gründen wie häufig retourniert werden, um entsprechende Verbesserungen vornehmen zu können.

Bestände reduzieren und Ressourcen optimieren

Ein WMS mache es zudem möglich, Bestände im Lager oder entlang der gesamten Supply Chain intelligenter zu verwalten. Sie identifizieren schnell und einfach Überbestände und reduzieren diese. Ebenso entdecke die Software veraltete Bestände und entfernt diese aus dem Warenlager. Die Unternehmen hätten damit nicht nur mehr Lagerplatz auf derselben Fläche zur Verfügung, sie profitieren auch von einer geringeren Kapitalbindung, von hoher Lieferbereitschaft und geringeren Lieferzeiten.

Neben dem Bestands- sieht Wöhr auch das Ressourcenmanagement ein großer Erfolgsbaustein. Die Software verteilt und plant Ressourcen, also Personal und Maschinen, im Lager optimal. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben jederzeit und von überall Überblick über die verfügbaren und eingesetzten Ressourcen im Lager. In übersichtlichen Dashboards werden die Daten so aufbereitet, dass sie schnell und intuitiv eingesehen werden können. Zum Einsatz kommen aktuell auch schon intelligente Funktionen – Stichwort Predictive Analytics – die Ressourcen vorausschauend für die Zukunft planen.

„Die digitalisierte Prozesssteuerung dient also als Basis für die Optimierung der gesamten Intralogistik“, fasst Wöhr zusammen. Sie mache Prozesse schneller, flexibler und dynamischer und sorge gleichzeitig für Kosteneinsparungen durch gezielteren Ressourceneinsatz, Bestandsoptimierungen und sinkende Retouren.