Flächenbedarf als CO2-Hebel im Lager

Warum das klimafreundlichere Lager oft das kleinere ist

Wer ein Lager neu plant oder zusätzliche Kapazität braucht, vergleicht meist Fläche, Durchsatz, Investitionskosten und Energiebedarf. Für die Klimabilanz bleibt dabei häufig eine entscheidende Frage außen vor: Wie groß muss das Gebäude sein, um die benötigte Lagerleistung zu erbringen? Ein Klimavorteil entsteht, wenn Automatisierung die gleiche Leistung auf weniger Fläche ermöglicht; er bleibt aus, wenn die höhere Dichte nicht dazu führt, dass weniger Fläche gebaut oder zusätzlich benötigt wird. Nicolas Hunsinger, Head of ESG bei Exotec, zeigt, wann höhere Lagerdichte tatsächlich zum Klimavorteil wird und warum Neubau, Bestandslager und reine Durchsatzsteigerung dabei unterschiedlich zu bewerten sind.

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Eine höhere Lagerdichte kann den Flächenbedarf reduzieren. Zum Klimahebel wird sie, wenn dadurch weniger Gebäudefläche benötigt wird. Bild: Exotec
Eine höhere Lagerdichte kann den Flächenbedarf reduzieren. Zum Klimahebel wird sie, wenn dadurch weniger Gebäudefläche benötigt wird. Bild: Exotec

Das Gebäude selbst ist ein wichtiger Teil der Klimabilanz eines Lagers. Der Blick auf den Stromzähler allein greift deshalb zu kurz. Vergleichende Modellierungen der Unternehmensberatung Argon & Co zu unterschiedlichen Lagerkonzepten zeigen, dass Bau und späterer Rückbau des Gebäudes bis zu einem Fünftel der Klimabilanz ausmachen können. Im untersuchten manuellen Referenzlager entfallen je nach Heizsystem zwischen 26 und 50 Prozent auf Gebäude und Heizung zusammen. Allein die Art der Heizung kann die Bilanz um rund die Hälfte verschieben. Wesentliche Hebel liegen damit im Gebäude und seiner Nutzung, nicht ausschließlich in der Anlagentechnik.

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Nicolas Hunsinger

Nicolas Hunsinger
Head of ESG bei Exotec

· Artikel im Heft ·

Flächenbedarf als CO2-Hebel im Lager
Seite 62 bis 63
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