Wägehubwagen kalibrieren mit Stockmann und Wagner
Das war die Ausgangslage: Unternehmen, die in ihren Produktionsabläufen Gabelhubwagen mit einer integrierten Wägeeinheit nutzen, die die jeweils aufgenommene Last ermittelt und anzeigt, müssen - um dem betrieblichen Qualitätssicherungssystem zu genügen - deren Wägegenauigkeit regelmäßig überprüfen lassen. Bei der gebräuchlichen Methode dienen Einzelgewichte, die in Summe dem größtmöglich zu messenden Gewicht des Hubwagens (bis 2,2 t) entsprechen, zur Kalibrierung, wobei die Messwerte an verschiedenen Punkten des Geräts erfasst werden. Benötigt werden bis zu 44 Einzelgewichte von je 50 kg oder große Blockgewichte. Über die einzelnen Belastungspunkte des Hubwagens lassen sich somit die Abweichungen zwischen Soll- und Istwerten der Wägeeinrichtung ermitteln. Weil jedoch ein erheblicher technischer und personeller Aufwand für dieses Verfahren mit Gewichten notwendig ist, sind die Kosten für die Kalibrierung eines einzelnen Hubwagens entsprechend hoch.
Die von Stockmann und Wagner umgesetzte Idee basiert auf einer mobilen Kalibriereinrichtung, die ohne Gewichte auskommt, sich mit einem Pkw transportieren lässt und von einer Person bedient werden kann. Die Kalibriereinrichtung leitet über die Gabelzinken und ein Federsystem die Kraft, die durch das Hochpumpen des Hubwagens erzeugt wird, auf eine Messzelle. Der von der Messzelle ausgegebene Wert wird mit dem angezeigten Wert der Wägeeinrichtung des Hubwagens verglichen, mögliche Abweichungen werden ermittelt.
Das patentierte System eignet sich zur Kalibrierung von Gabelhubwagen mit Gabellängen von 800 bis 1170 mm und Gesamtbreiten (über Gabeln) von 535 bis 560 mm. Der Wäge- bzw. Kalibrierbereich beträgt maximal 2500 kg, wobei die untere Grenze bei 50 kg liegt. Dank der neuen Methode kann Stockmann den Kalibrierdienst für Hubwagen jetzt kostengünstiger anbieten. Andere Serviceunternehmen und Betreiber sind mit einer mobilen Kalibiereinrichtung in der Lage, Wägehubwagen optimal und schnell zu kalibrieren. Die Basiskalibrierung der Messeinrichtung („Rückführung der Referenz“), die vor der Auslieferung und nach längeren Zeitintervallen im Messlabor von Stockmann durchgeführt wird, ist mit deutlich niedrigeren Kosten als das bisherige Verfahren verbunden.
































