Radarsensoren für FTS: Drei Schritte zum passenden System
Radarsensoren für FTS: Simulation soll Entwicklungsrisiken reduzieren
Radar kann Fahrerlose Transportsysteme und mobile Roboter auch bei Staub, Regen, Nebel oder schwierigen Lichtverhältnissen mit Distanz- und Geschwindigkeitsdaten versorgen. Nach Angaben der Indie Germany GmbH (ehemals Symeo GmbH) lassen sich Automotive-Lösungen jedoch nicht ohne Weiteres auf industrielle Anwendungen übertragen. Das Unternehmen setzt deshalb auf einen dreistufigen Entwicklungsprozess.
Simulation vor der Hardwareauswahl
Zu Beginn werden Aufgabenstellung und Einsatzumgebung definiert. Anschließend entsteht ein digitales dreidimensionales Modell, etwa eines Lagers, Produktionsbereichs oder Außengeländes. Darin lassen sich Sensorkonzepte untersuchen, bevor Hardware beschafft oder entwickelt wird.
Analysiert werden unter anderem Antennentyp, Frequenz, Öffnungswinkel, Zahl der Radar-Chips, Datenvolumen und Messprinzip. Laut der der Indie Germany GmbH lassen sich so mehr als 80 Prozent der späteren Systemkonfiguration vorhersagen.
Bildgebendes Radar für neue Anwendungen
Mehrkanalsysteme, MIMO-Architekturen und weiterentwickelte Signalverarbeitung ermöglichen zunehmend detaillierte Radarbilder der Umgebung. Dadurch kann Radar neben der Abstandsmessung auch Aufgaben bei Umgebungskartierung und Lokalisierung übernehmen.
Fahrzeuge können während der Fahrt eine Karte erstellen und gleichzeitig ihre Position darin bestimmen. Zusätzliche Infrastruktur wie Reflektoren, Markierungen oder Magnetspuren ist dafür nach Angaben des Unternehmens nicht erforderlich.
Praxistest überprüft das Konzept
Im zweiten Schritt werden die Simulationsergebnisse unter realen Bedingungen überprüft. Die Indie Germany GmbH (ehemals Symeo GmbH) nutzt dafür beispielsweise das Evaluierungs-Kit „AVR-QDM-110“ mit einer MIMO-Radar-Evaluationsplattform. Die Konfiguration kann an die Ergebnisse der Simulation angepasst werden.
Aus Simulation und Praxistest entsteht anschließend eine Anforderungsliste. Auf dieser Basis lässt sich entscheiden, ob ein Standardsensor ausreicht oder eine kundenspezifische Entwicklung erforderlich ist.
Sensorfusion statt Einzellösung
Radar soll andere Sensortechnologien nicht grundsätzlich ersetzen. Vielmehr kann es mit Kameras, LiDAR und Inertialsensoren kombiniert werden. Dabei liefert Radar insbesondere Distanz-, Bewegungs- und Geschwindigkeitsinformationen.
Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sollen künftig zudem die Auswertung der Radardaten verbessern. Damit könnte Radar in Fahrerlosen Transportsystemen und Autonomous Mobile Robots stärker zur umfassenden Umgebungswahrnehmung beitragen.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von „Technische Logistik“ 6/26 oder unter folgendem Link: Radarsensoren für FTS - SPECIAL Damit Radarprojekte in der Intralogistik erfolgreich werden Sensorik | Fachartikel | Technische Logistik - Hebezeuge Fördermittel









































