Jung im Einsatz für die Energiewende

Seit über 45 Jahren beschäftigt sich das Unternehmen Jung Hebetechnik mit dem Transport von schweren Lasten. Der Einsatz von elektrisch angetriebenen Transportfahrwerken für den Abtransport von rückgebauten Komponenten in einem Kernkraftwerk war einmal mehr eine besondere Herausforderung.

Die Firma Preussen Elektra GmbH betreibt im Landkreis Landshut das Kernkraftwerk Isar 1 und Isar 2. Das Werk Isar 1 wurde im Rahmen des beschlossenen Ausstiegs Deutschlands aus der Atomenergie im Jahre 2011 abgeschaltet und befindet sich seit diesem Zeitpunkt im sogenannten Nachbetrieb. Eine entsprechende Genehmigung zum Rückbau des Reaktors wurde dann im Jahr 2017 erteilt.

Im Zuge des Rückbaus müssen etwa 224.000 Tonnen Material in gut handhabbare Einzelteile zerlegt werden. Auf diese Weise können die Oberflächen optimal behandelt und dekontaminiert werden, so dass die Rohstoffe anschließend dem Recycling-Kreislauf wieder zugeführt werden können. Um die rückgebauten Komponenten anschließend mit Hilfe von Containern sicher transportieren zu können, wurde Ende 2019 die Firma Carl Stahl, ein Systemhaus für Hebetechnik, von Preussen Elektra  beauftragt, eine sichere Lösung für diesen außergewöhnlichen Abtransport anzubieten. Eine besondere Herausforderung in diesem Fall war unter anderem, die diversen baulichen Engstellen im KKW zu überwinden.  Carl Stahl als langjähriger Partner beauftragte die Firma Jung Hebe- und Transporttechnik, die das passende Equipment für diese Aufgabe anbieten konnte.

Die Lösung waren zwei elektrisch angetriebene Fahrwerke vom Typ JLA-e 25/50 H und ein Kreiselfahrwerk des Typs JKB 14 G. Mit dieser Kombination der Fahrwerke ist ein Verfahren nach allen Seiten in jeder Situation möglich. Durch die Funkfernbedienung der Geräte wird die Sicherheit des Bedieners gewährleistet. Er befindet sich dadurch nicht im Fahr- und Gefahrenbereich der zu transportierenden Container und Komponenten. Mit dem Einsatz von angetriebenen Fahrwerken kann auf Gabelstapler mit Zugdeichsel verzichtet werden und der Ablauf des Transports ist dadurch übersichtlicher und platzsparender. Aufgrund der Verwendung von Seriengeräten wurde so eine sehr wirtschaftliche Lösung im Vergleich zu teuren FTS-Lösungen gefunden.

Die Auslieferung und Inbetriebnahme der Geräte fand schon im 1. Quartal 2020 statt. Innerhalb von drei Monaten überzeugten sich die Beteiligten, mit Einsatz von 3D-CAD Daten in der Planungsphase und einem Praxistest vor Ort, von den Einsatzmöglichkeiten der Geräte. Hilfreich für die rasche Umsetzung war die gute Kommunikation durch Carl Stahl. Er konnte die individuellen Kundenwünsche, und auch alle Themen rund um das Thema Effizienz und Arbeitssicherheit, direkt vor Ort mit dem Kunden Preussen Elektra klären.

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