Herzlichen Glückwunsch: Dr. Warkenthin wird 80
Einen großen Teil seines Berufslebens widmete Dr. Warkenthin der Normung der Berechnung der Stahltragwerke von Kranen. Er musste dabei immer wieder erleben, dass alle Festlegungen Konventionen und phänomenologische Deutungen sind. Deshalb hat er sich in den Jahren des Ruhestandes vornehmlich mit der wissenschaftlichen Klärung von Details im großen Regelwerk gewidmet. Das betraf vor allem die Ermüdungsfestigkeit auf werkstoffmechanischer Grundlage und die Windbelastung von Tragwerken, worüber auch in dieser Zeitschrift berichtet worden ist.
Die wichtigsten beruflichen Etappen von Werner Warkenthin sind mit der Technischen Hochschule Magdeburg und dem Institut für Fördertechnik Leipzig verbunden. Von 1961 bis 1968 war er wissenschaftlicher Assistent und Oberassistent an der TH Magdeburg, 1965 promovierte er dort zum Dr.-Ing. (1972 B-Promotion). Nach einer Industrietätigkeit als Leiter Forschung/Entwicklung im Kranbau Eberswalde wechselte Dr. Warkenthin 1975 in das Institut für Fördertechnik nach Leipzig. Zunächst als Prüfingenieur der TÜ tätig, war er später in die permanente Weiterentwicklung der Stahlbauvorschriften der DDR einbezogen. Die Standards TGL 13503 (Stabilität der Stahltragwerke) und TGL 13470 (Stahltragwerke der Krane) in den neueren Ausgaben tragen die Handschrift des Jubilars. Nach 1990 war er in der neuen IFF E&C GmbH Leipzig aktiv.
Sowohl als ermächtigter Kransachverständiger der Berufsgenossenschaften als auch später als Mitarbeiter an der Europanorm pr EN 13001-3 (Grenzzustände und Sicherheitsnachweise von Stahltragwerken der Krane) konnte Dr. Warkenthin Maßgebliches leisten. Ein Resultat war das anerkannte Fachbuch „Tragwerke der Fördertechnik, Band I: Grundlagen der Bemessung“. Für die jüngeren Mitarbeiter war der Jubilar stets eine unerschöpfliche Erfahrungsquelle.
Unsere Wünsche für noch viele Jahre bester Gesundheit gelten einem Statik- und Kranbauexperten, der durch seine nimmermüde und überzeugende Art vieles in Frage stellte, um daraus neue, wegweisende Ansätze zu entwickeln.



























