Grüne Logistik für Stadt und Lager

Grüne Logistik für Stadt und Lager

Flurförderzeuge im Einsatz bei der Rederij Kees in Amsterdam

Die Rederij Kees versorgt Gastronomiebetriebe im Herzen der Amsterdamer City mit Gütern. Als Transportmittel dienen neben einem elektrischen Lastkahn Elektrotransporter sowie biogasbetriebene Lkw. Mit dem grünen Logistikkonzept will Kees dem Klimawandel und der CO2-Belastung der Innenstadt entgegenwirken. Auch bei der innerbetrieblichen Logistik liegt der Fokus auf der Farbe Grün.

1. Beim Clark-Stapler des Typs WPio12 mit Lithium-Ionen-Batterie erfolgt das Heben und Verfahren rein elektrisch, dadurch ist ein rückenschonendes Arbeiten möglich, ohne dass der Bediener die Lasten von Hand beschleunigen oder abbremsen muss. (Quelle: Clark)
2. Der WPio12 ist sowohl für Links- als auch für Rechtshänder geeignet. Dank der griffgünstigen Positionierung aller Bedienelemente lässt sich das Gerät einfach steuern. (Quelle: Clark)
3. Für ein sicheres Lasthandling verfügt der SRX serienmäßig über einen Absenkschutz. Dieser ermöglicht einen sicheren Transport von Lasten, auch wenn diese aufgrund ihrer Breite über die Radarme hinausragen. (Quelle: Clark)
4. Ein funktionelles Ergonomie-Konzept sorgt dafür, dass der Fahrer keine überflüssigen Handgriffe tätigen muss und Fahrbefehle schnell und sicher ausgeführt werden können. (Quelle: Clark)
5. Für eine ergonomische Bedienung aller relevanten Fahr- und Hubfunktionen sorgen die in der Armlehne integrierten ergonomischen Minihebel und das verstellbare elektrische Lenkrad ermöglicht eine einfache Steuerung des Fahrzeugs. (Quelle: Clark)

Der niederländische Logistiker betreibt in Amsterdam zwei Standorte. Ein Lager befindet sich in der Nähe des Großmarktes, ein weiteres an der Unternehmenszentrale nördlich der City. Hier lagern neben Bier von zwei örtlichen Brauereien auch Snackartikel und Zubehör für Zapfanlagen. Zum Logistikportfolio gehören aber nicht nur die Lagerung und Auslieferung von Waren, sondern ebenfalls die Lagerverwaltung und Kommissionierung von Gütern. „Das Lager nördlich der City wird von mehr als zwanzig Zulieferern als Drehscheibe der Stadt genutzt“, erläutert Jan Morren, Direktor der Rederij Kees. „Diese liefern uns ihre Waren, und wir kümmern uns um die Bündelung sowie die Belieferung der Kunden.“ Die Transporte übernehmen drei Elektro- und zwei biogasbetriebene Lkw, die etwa vier Diesel-Lkw ersetzen. Das spart viele Dieselmeilen und schützt die Innenstadt vor schädlichen CO2-Emissionen.

Für die innerbetriebliche Logistik setzt Kees seit 2018 auf Fahrzeuge von Clark. Mit den Vorgängergeräten vom Wettbewerb war Kees nicht zufrieden, da diese häufig defekt waren. „Wir mussten oft Stillstandzeiten in Kauf nehmen und konnten deshalb unsere Kunden nicht pünktlich beliefern“, erklärt Edwin van Oostende, Lagerleiter bei der Rederij Kees. Das ist im Logistikgeschäft ein K.-o.-Kriterium. Deshalb haben wir uns nach einem neuen Lieferanten umgeschaut und sind dabei auf Clark gestoßen.“ Der Clark-Händler vor Ort, die Firma Bakker Heftrucks BV aus Purmerend, hat Kees einen Clark-Schubmaststapler SRX14 mit einer Tragfähigkeit von 1,4 Tonnen sowie einen Handhubwagen WPio12 mit einer Tragfähigkeit von 1,2 Tonnen und Lithium-Ionen-Batterie für die Ein- und Auslagerung von Waren sowie die Kommissionierung von Aufträgen empfohlen.

Das Lager besteht aus einem viergassigen Hochregallager (HRL) mit insgesamt 500 Palettenstellplätzen sowie Bereitstellungsplätzen für den Warenausgang vor Kopf jeder Regalgasse. Das HRL verfügt über drei Ebenen mit einer Einlagerungshöhe von 4,5 Metern. Waren, die in der unteren Ebene lagern, werden per Handhubwagen bewegt. „Mit dem Clark WPio12 ist das ein Kinderspiel“, freut sich van Oostende. „Das Heben und Verfahren erfolgt hier im Gegensatz zu herkömmlichen Handhubwagen elektrisch. Wir müssen keine Muskelkraft aufwenden.“ Mit dem WPio12 muss die Last weder von Hand beschleunigt noch abgebremst werden. Beim Loslassen der Deichsel bremst das Fahrzeug automatisch ab. Dank seiner kompakten Bauweise, einem sehr kleinen Wenderadius von nur 1.390 Millimetern und einem geringen L2-Maß von 390 Millimetern (Länge einschließlich Gabelrücken) ist das Gerät zudem sehr wendig.

Wartungsfreier Akku mit nahezu doppelter Lebensdauer

Der umweltfreundliche Handhubwagen kann bei Kees mit vollständig aufgeladenem Akku (24 Volt, 20 Amperestunden) bis zu drei Stunden eingesetzt werden. Bei 100-prozentiger Entladung beträgt die Ladezeit des Li-Ion-Akkus nur 2,5 Stunden. Zwischenladungen, beispielsweise in Pausenzeiten, sind problemlos möglich. In nur 40 Minuten können bis zu 60 Prozent der Batteriekapazität nachgeladen werden und dies an jeder 230-Volt-Steckdose. „Mit bis zu 1.000 Ladezyklen weist der wartungsfreie Akku die nahezu doppelte Lebensdauer von Blockbatterien auf“, erklärt Ronald Bakker, Geschäftsführer von Bakker Heftrucks BV. „Mithilfe der handlichen Wechselakkus kann die Einsatzzeit problemlos verlängert werden.“

Hohe Produktivität bei guter Energiebilanz

Für die Ein- und Auslagerung in höhere Re-galebenen ist der Schubmaststapler SRX14 zuständig. Mit einer maximalen Hubhöhe von bis zu 10,5 Metern ist das problemlos möglich. Mit einer Arbeitsgangbreite von nur 2,75 Metern und hohen Resttragfähigkeiten ist das Fahrzeug ideal für den Einsatz, denn es müssen unterschiedliche Palettenarten und Lasten bewegt werden. Dank der 360°-Lenkung (der Fahrer kann zwischen einer 180-Grad- und 360-Grad-Lenkung wählen) und der Verwendung von kürzeren Gabeln lässt sich das Fahrzeug auch mit Europaletten perfekt im Regalgang manövrieren. Kees ist mit dem Schubmaststapler sehr zufrieden. „Auf das Clark-Fahrzeug ist stets Verlass“, so van Oostende.

Die Hubgeschwindigkeit ohne Last liegt beim SRX14 bei bis zu 0,7 Metern pro Sekunde (mit Last 0,4 Metern pro Sekunde) und die Senkgeschwindigkeit mit und ohne Last bei bis zu 0,55 Metern pro Sekunde. Dank der Clark-Hubgerüstkonstruktion ist ein Handling außermittiger Lasten problemlos möglich. Ein serienmäßiger Absenkschutz per Sensor erhöht die Sicherheit beim Lasthandling. Ein integriertes hydraulisches Dämpfungssystem sorgt beim Ein- und Auslagern für weiche Übergänge zwischen den Mastprofilen.

Der Schubmaststapler ist mit Drehstrommotoren in AC-Technologie ausgestattet, die für einen kraftvollen und geräuscharmen Betrieb sorgen. Durch den seitlichen Batteriewechsel kann Kees auf eine maximale Verfügbarkeit des Staplers bauen. Mithilfe des regenerativen Bremsens beim Loslassen des Fahrpedals, beim Ändern der Fahrtrichtung oder bei Betätigen der Betriebsbremse wird Energie in die Batterie zurückgeführt.

Intuitive und feinfühlige Bedienung

Auch in Sachen Ergonomie hat das Fahrzeug einiges zu bieten: Dies beginnt beim Einstieg über die großzügig ausgelegte Trittstufe. Der Fahrerarbeitsplatz ermöglicht dem Bediener eine sehr gute Bein- und Kopffreiheit. Die höhenverstellbare Lenksäule und der Sitz lassen sich individuell auf den Fahrer einstellen. Der gefederte Sitz zusammen mit dem gedämpften Fahrerplatz sorgt dafür, dass Schwingungen, die auf den Fahrer einwirken, reduziert werden. Für eine einfache und ergonomische Bedienung der Fahr- und Hubfunktionen sorgt die Bedienung über in der Armlehne integrierte Minihebel. Alle hydraulischen Funktionen können per Fingertip bedient werden und erlauben eine intuitive und feinfühlige Steuerung des Staplers innerhalb des schmalen Regalgangs. Hier punktet zudem die elektrische Lenkung. „Dadurch ist das Fahrzeug extrem wendig und leicht zu bedienen“, erläutert Edwin van Oostende. Die Firma Bakker Heftrucks hat uns kompetent beraten. Wir sind mit den Clark-Fahrzeugen hinsichtlich Zuverlässigkeit, Leistung und Bedienerfreundlichkeit sehr zufrieden. Und mit Bakker Heftrucks haben wir einen Partner, auf den wir uns zu 100 Prozent verlassen können.“ (ck)

Technische Logistik 06/2019 PDF-Download (1.53 MB) Autor: S. Barde