Geförderte Forschung zu Zukunftsthemen

Geförderte Forschung zu Zukunftsthemen

Unter der Ägide des zuständigen VDMA-Branchenverbands widmet sich die im Jahr 2005 gegründete Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) e.V. mit vorwettbewerblicher Gemeinschaftsforschung den künftigen Trends und Technologien in der Intralogistik. In der Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats Anfang März 2021 wurden drei neue Förderanträge auf den Weg gebracht. Aktuell laufen über die IFL 18 Forschungsprojekte mit einer Fördersumme von 4,4 Millionen Euro.

„Dabei sind wir thematisch sehr breit aufgestellt: von der virtuellen Sichtverbesserung beim Gabelstapler, über dynamische Regalbelastungen in Shuttle-Systemen bis hin zum Drohneneinsatz für den Materialtransport“, erklärt Dr.-Ing. Oliver Kempkes, Vorsitzender des Vorstands der IFL und Geschäftsführender Gesellschafter der Kuli Hebezeuge - Helmut Kempkes GmbH, die zu den Gründungsmitgliedern gehörte (Bild).

Auch die drei jüngsten Projektskizzen, für die sich die IFL um eine Förderung über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) bewirbt, verdeutlichen die für die Branche typische Themenvielfalt. Das Institut für Unternehmenskybernetik der RWTH Aachen und das Institut Mess- und Sensortechnik der Hochschule Ruhr West reichten eine Skizze für die „Konzeption und Evaluation eines mobilen Handhabungsroboters zur ortsungebundenen Kommissionierung in der Lebensmittelwirtschaft“ ein. Mit zwei Projekten bewirbt sich das Karlsruher Institut für Technologie (KIT): Zum einen geht es um die „Verbesserung der strukturmechanischen Eigenschaften von balkenähnlichen Systemen auf Aluminiumbasis am Beispiel von Brückenkranen“, und zum anderen steht die „Konzeptionierung eines Ladeinfrastruktursystem-Standards für Fahrerlose Transportsysteme“ im Fokus.

In den Anfangsjahren der IFL waren Forschungsprojekte noch ausschließlich mit Eigenmitteln finanziert worden. Seit 2007 ist der Verein Mitglied in der AiF und realisiert Projekte auch durch öffentliche Fördermittel. Mittlerweile arbeitet die IFL mit einem Netzwerk aus über 35 Forschungseinrichtungen zusammen. Diese reichen ihre Projektvorschläge ein, und der Wissenschaftliche Beirat der IFL entscheidet über die Einreichung eines Förderantrags bei der AiF oder über eine IFL-Eigenmittelfinanzierung. Dr. Kempkes signalisiert deshalb: „Wir sind jederzeit offen für neue Vorschläge und neue Partnereinrichtungen. Insofern können wir Forschungsinstitute nur ermuntern, ihre Projektideen mit Schwerpunkt Intralogistik bei der IFL vorzustellen.“