Fit für die Automatisierung

Fit für die Automatisierung

Erweitertes Kabelsortiment für Hightech-Einsätze in der Kran- und Hafentechnik

Noch mehr Hightech, Digitalisierung und Anwendernutzen – genau das sind die Eckpunkte, die beim Relaunch des Kran- und Hebetechnik-Portfolios von TKD Kabel greifen. „Unser Ziel ist es, unsere ‚Reeltec‘- und ‚Festoontec‘-Leitungen noch fitter für die Automatisierung zu machen, die mittlerweile auch bei den Ship-to-Shore-Anlagen auf dem Vormarsch ist“, sagt Thomas Sypli, Vertriebsleiter bei TKD.

1. Fit für modernste STS-Krananlagen: Die neuen „Reeltec“- und „Festoontec“-Baureihen von TKD Kabel (Quelle: TKD)
2. TKD setzt zunehmend auf platzsparende Hybridleitungen, die nach dem All-Inclusive-Prinzip funktionieren. Dieser Ansatz greife vor allem bei trommelbaren Leitungen. (Quelle: TKD)

Waren 2015 erst fünf Prozent aller Containerterminals weltweit mit semi-automatisierten Systemen ausgestattet, sorgen intelligente Remote-Control-Operation-Systeme (RCOS) hier längst für einen Umbruch. Digitaler Twin und selbstfahrender Kran werden zunehmend Teil der alltäglichen Praxis, bei der zugleich immer mehr Intelligenz in die untergeordneten Subsysteme verlagert wird. „Um hier Schritt zu halten, arbeiten wir bei den innovativen Reeltec- und Festoontec-Leitungen mit modernsten Mantel- und Leiterwerkstoffen“, so Sypli weiter. Favorit bei der schützenden Ummantelung sei der Werkstoff Polyurethan (PUR), der für höchste Dehnbarkeit, mechanische Festigkeit und minimalen Abrieb bei geringem Außendurchmesser und wenig Gewicht stehe.

Im Zuge der Neuausrichtung bei TKD erfolgt der Start von parallel zwei neuen Produktlinien, deren Branding auf den globalen Markt abzielt- – der „Reeltec“-Serie, die das breite Segment der trommelbaren Leitungen abdecken soll und der „Festoontec“-Linie für anspruchsvolle Einsätze von Energie- und Steuerleitungen, die als freihängende Girlanden am Leitungswagen auf Containerbrücken und Kranauslegern unterwegs sind.

Große Datenmengen in Echtzeit transportieren

Digitalisierung bedeutet, dass riesige Datenmengen transportiert werden müssen – in Echtzeit und sicher geschützt. Daher gibt es die „Reeltec“-Leitungen, die im Trommelbetrieb für Geschwindigkeiten von bis zu 180 Meter pro Minute ausgelegt sind, unter anderem als kombinierte Energie- und Steuerleitungen. Dabei kommen leistungsstarke Lichtwellenleiter für den schnellen und störungsfreien Datentransfer zum Einsatz. Im Kabelverbund sind die sensiblen LWL-Komponenten doppelt geschützt: Sie sind in gelgefüllten PETP-Röhrchen verlegt und mit einer Hülle aus wärmebeständigem Kunststoff umgeben. Schutz und Sicherheit greifen laut TKD auch bei der „Festoontec“-Serie, die im Leitungswagenbetrieb für Geschwindigkeiten von bis zu 240 Meter pro Minute konzipiert sind. Wahlweise können die Leitungen mit Gesamtschirm aus einem verzinnten CU-Geflecht geordert werden, der mit einer Abdeckung von 85 Prozent optimale EMV-Eigenschaften garantiert.

„Im Prinzip setzen wir bei unserem Relaunch-Portfolio zunehmend auf platzsparende Hybridleitungen, die nach dem All-Inclusive-Prinzip funktionieren“, so Sypli. Besonders greife dieser Designansatz bei trommelbaren Leitungen, da möglichst viel Funktionalität auf jeder einzelnen Motortrommel untergebracht werden soll. „Entspannter und einfacher sieht es im Leiterwagen-Betrieb aus, wo man bei Bedarf einfach und schnell eine zweite oder dritte Leitung installieren kann.“ Schier endlos sei die Vielfalt der Komponenten, die in den hybriden Kabeln verbaut werden können. Das Spektrum reiche von LWL und Medienschläuchen (hydraulisch und pneumatisch) über unterschiedlichste Busleitungen bis zu modernsten CAT-7-Elementen.

Praktischen Anwendernutzen geschaffen

Dass man auch mit einfachen analogen Maßnahmen praktischen Anwendernutzen schaffen kann, zeigt TKD ab sofort bei der halogenfreien „Reeltec-PUR-HF“-Variante. Sämtliche Leitungen dieser Serie werden ab Werk mit einer Bedruckung geliefert, bei der die Installationsrichtung auf der eigentlichen Motortrommel klar markiert ist. Dies sorge für störlosen Betrieb der drallfrei aufgelegten Trommelleitung und verhindere den Korkenziehereffekt. Im laufenden Betrieb könne die aufgedruckte Markierung darüber hinaus als Frühwarnsystem für den Verschleiß der Leitung, etwa durch heftiges Walken, genutzt werden. „Es ist schon faszinierend, was sich mit so einem simplen Schritt alles erreichen lässt“, lautet das Fazit von TKD-Mann Sypli. (ck)

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