Feuerprobe bestanden

Feuerprobe bestanden

Neue Staplergeneration war fünf Monate im Praxistest

Die Gleitlagertechnik Weißbacher GmbH (GTW) zählt zu den ersten Unternehmen, die die neue S-Series von Clark einem Praxistest unterzogen haben. Ein Treibgasstapler S30L mit einer Tragfähigkeit von drei Tonnen hat fünf Monate lang sein Können unter Beweis gestellt. Das Fazit: Sowohl Fahrer als auch Geschäftsführung sind von den ergonomischen Verbesserungen und aktiven Sicherheitssystemen begeistert. Nicht zuletzt ermöglichen diese ein ermüdungsfreies, sicheres und produktives Arbeiten.

1. Die Frontstapler sind vor allem für den Transport der Rohteile – meist warmgewalzte Ringe zur Gleitlagerproduktion – verantwortlich. (Quelle: Clark)
2. Mit der Rückfahrkamera hat der Fahrer einen optimalen Blick auf die Aktivitäten entlang seines Fahrwegs.  (Quelle: Clark)
3. Für ein hohes Maß an Sicherheit sorgt die Lastgewichtsmessung. Sie prüft permanent das Gewicht der Ladung auf den Gabelzinken. (Quelle: Clark)
4. Der kleine Wenderadius des kompakten Treibgasstaplers der Clark-S-Series zahlt sich bei GTW sowohl im Lager als auch in den teilweise engen Produktionsbereichen aus. (Quelle: Clark)
5. Für das Lasthandling an den Fertigungsplätzen und im Lager kommen Clark-Deichselstapler vom Typ WSX mit einer Tragfähigkeit von 1,4 Tonnen zum Einsatz. (Quelle: Clark)
6. GTW kann auf kurzen Strecken im Lager oder in der Produktion die Geschwindigkeit des Geräts auf sechs Kilometer pro Stunde drosseln.  (Quelle: Clark)
7. Bei der neuen S-Series sind alle Bedienelemente einfach zu bedienen, so dass ein sicheres und präzises Lasthandling möglich ist.  (Quelle: Clark)
8. Das Hochregallager ist die Wirkungsstätte des Clark-Schubmaststaplers. (Quelle: Clark)

GTW hat sich auf die Herstellung von Gleitlagern und Gleitlagersystemen für den Anlagen- und Maschinenbau spezialisiert. Neben dem Wälzlager ist das Gleitlager eine der häufigsten Lagerbauarten im Maschinen- und Anlagenbau. Man unterscheidet zwischen Gleitlagern mit Festkörper-, Flüssigkeits- oder Mischreibung, die in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz kommen. GTW hat sich auf die Gleitlagertechnik für Flüssigkeitsreibung bei industriellen Anwendungen spezialisiert.

Breites Produktportfolio dank hoher Entwicklungskompetenz

„Angefangen haben wir damals mit der Fertigung von Vormaterial nach Kundenzeichnung, dann kam die Bearbeitung von Teilen hinzu und seit 1998 entwickeln wir eigene Gleitlager nach Kundenwunsch“, erläutert Christoph Weißbacher, Geschäftsführer bei GTW. „Um dauerhaft in der Branche bestehen zu können und Kunden langfristig zu halten, ist es unerlässlich, eigenes geistiges Eigentum zu besitzen.“ Inzwischen läge der Prozentsatz der Fremdfertigung nur noch bei 25 Prozent, der Rest sei Eigenentwicklung. Und er fügt hinzu: „Wir sichern unseren Wettbewerbsvorsprung nicht nur durch unser Know-how zur Eigenentwicklung, sondern ebenfalls durch die Flexibilität, sehr individuelle und innovative Lösungen für unsere Kunden entwickeln zu können.”

Dabei kann der Gleitlagerspezialist inzwischen ein sehr breites Produktportfolio sein Eigen nennen. Dieses umfasst sowohl Gleitlager mit einem Durchmesser von 30 Millimetern und einem Gewicht von 1 Kilogramm als Lagereinsatz für schnell laufende Expander-Kompressoreinheiten als auch Gleitlager mit einem Durchmesser von 6.000 Millimetern und einem Gewicht von 20.000 Kilogramm als Segmentlager für große horizontale Rohrmühlen. Entwickelt und gefertigt werden die Lager und Lagersysteme für die Mahltechnik, den Getriebebau (für Industrie-, Schiffs- und Turbogetriebe), Elektromaschinen und für Wasserturbinen. Zum Kundenstamm gehören namhafte Industrieunternehmen aus dem In- und Ausland. Mit etwa zwei Dritteln der Verkaufserlöse bedient GTW vor allem den europäischen Markt. Durch die internationale Präsenz der Kundschaft kommen GTW-Gleitlager aber weltweit zum Einsatz.

Drittes Standbein ist der Geschäftsbereich Service

Neben den Geschäftsbereichen Gehäusegleitlager und Lagereinsätze, gibt es noch ein drittes Standbein und zwar den Geschäftsbereich Service. Auch hier wird die Messlatte hoch gelegt. GTW-Kunden können sich im Reparaturfall auf schnelle und unbürokratische Hilfe verlassen, denn Maschinenstillstand ist ein K.-o.-Kriterium. Mit diesem Leistungsspektrum kann sich GTW mit knapp 80 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 18 Millionen Euro in 2017 auch gegenüber größeren Wettbewerbern behaupten.

Im Laufe der Jahre wurde der Betrieb immer wieder erweitert. Erst 2017 hat der Gleitlagerhersteller eine weitere Halle dazugekauft und verfügt inzwischen über eine Betriebsfläche von etwa 8.000 Quadratmetern. Davon entfallen etwa 3.500 Quadratmeter auf die Hallenfläche und etwa 2.500 Quadratmeter auf die Produktion. Am Standort befinden sich ein Konstruktionsbüro und die Technikabteilung sowie die Verwaltung. „Wir haben unseren Betrieb im Laufe der Jahre immer wieder erweitert, um für weiteres Wachstum gewappnet zu sein“, so Christoph Weißbacher.

Die neue Staplergeneration im Test

Da GTW sich auf die Produktion von Kleinserien spezialisiert hat, fertigt der Betrieb auftragsbezogen: Die Arbeitsvorbereitung taktet die Aufträge für die unterschiedlichen Fertigungsplätze und der Schichtleiter stellt die entsprechenden Rohteile und Zeichnungen für die Produktion zusammen. „Diese Vorgehensweise ermöglicht uns eine hohe Flexibilität, die uns andere Produktionssysteme nicht erlauben würden“, erklärt Christoph Weißbacher. Auch bei der Bevorratung ist GTW eher zurückhaltend. „Wir halten im Lager nur Gleichteile vor bzw. Teile für Kunden, die mit uns Rahmenverträge geschlossen haben“, so der Firmenchef.

Der Blick ist dennoch stets zukunftsgerichtet. Aus diesem Grund hat der Gleitlagerhersteller auch sofort Interesse an einem Test der neuesten Staplergeneration von Clark bekundet. GTW ist bereits langjähriger Clark-Kunde und nutzt für den innerbetrieblichen Transport zurzeit drei Clark-Treibgasstapler der GTS-Baureihe mit Tragfähigkeiten von 2 bis 3,3 Tonnen und Kabine, mehrere Clark-Hochhubwagen vom Typ WSX mit einer Tragfähigkeit von 1,4 Tonnen sowie einen Clark-Schubmaststapler. Die Frontstapler sind vor allem für den Transport der Rohteile verantwortlich. Dabei handelt es sich meist um warmgewalzte Ringe zur Gleitlagerproduktion, die entweder vom Außenlager zu den Produktionshallen, zum Zwischenlagerplatz oder zum Lager verbracht werden. Dabei legen die Stapler oft längere Strecken zurück. In den Produktionshallen übernimmt meist ein Kran das Lasthandling. In einigen Bereichen müssen die Gegengewichtstapler die Teile aber auch bis zum Produktionsplatz bringen. Alle Fahrzeuge hat GTW vom Clark-Händler Technik Center Alpen (TCA) gekauft, der auch den Service der Fahrzeuge übernimmt. Der Clark-Händler ist vom GTW-Betriebsgelände nur einen Steinwurf weit entfernt. „Die räumliche Nähe hat für uns natürlich enorme logistische Vorteile. Wir können uns auf eine reibungslose Zusammenarbeit verlassen“, so Christoph Weißbacher. „Bei Bedarf stellt uns TCA unbürokratisch und im Rahmen der Nachbarschaftshilfe ein weiteres Fahrzeug zur Verfügung.“

Test bestanden: Hohes Maß an Sicherheit und Ergonomie

Der Clark-Händler hat schließlich auch die Gleitlagertechnik Weißbacher GmbH als Testbetrieb für die neue S-Series vorgeschlagen, da die Anwendung zum Einsatzprofil der Fahrzeuge passt. Ein Vorteil der S-Series ist für GTW beispielsweise die Geschwindigkeitsbegrenzung, mit der die Leistung des Staplers ganz gezielt an die Anwendung angepasst werden kann. Von den Fahrern wird besonders die Entkopplung von Motor, Getriebe und Antriebsachse gelobt. Dadurch sind bei den Staplern der S-Series die Vibrationen und Geräusche auf ein Minimum reduziert und somit auch die Humanschwingungen, die auf den Fahrer einwirken. Für ein hohes Maß an Sicherheit sorgt die Lastgewichtsmessung, die das Gewicht der Ladung auf den Gabelzinken permanent misst und so dem Fahrer sofort eine Rückmeldung der aufgenommenen Last gibt. Der kleine Wenderadius des kompakten Treibgasstaplers zahlt sich bei GTW sowohl im Lager als auch in den teilweise engen Produktionsbereichen aus.

Für ein sicheres und Last schonendes Ein- und Auslagern sorgt außerdem das Mastdämpfungssystem, das Stöße und Erschütterungen beim Übergang zwischen den einzelnen Hubgerüststufen reduziert. Das integrierte Neigesperrventil verhindert ein zu schnelles oder unbeabsichtigtes Vorneigen des Hubgerüstes. „Wir haben mit der neuen S-Series von Clark, die wir in allen Einsatzbereichen in unserem Unternehmen getestet haben, durchweg gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Christoph Weißbacher. „Unsere Mitarbeiter schwärmen von der deutlich verbesserten Ergonomie und einfachen Bedienung der Fahrzeuge.“

Komfortabel und manövrierfähig

„Die neuen Clark-Stapler sind insgesamt viel bequemer als andere zuvor eingesetzte Gabelstapler“, so Waldemar Wagner, Staplerfahrer bei GTW. „Schon der Auf- und Abstieg vom Stapler ist dadurch, dass der Abstand der Trittstufe zum Fahrersitz verringert wurde, viel leichter.“ Auch der Sitz sei deutlich komfortabler. Neu und durchdacht sei auch der im Hydraulikhebel integrierte Fahrtrichtungsschalter. „Um die Fahrtrichtung zu wechseln, muss ich nicht mehr umgreifen“, so der Staplerfahrer. Positiv aufgefallen sei auch die neue beheizbare Kabine des Fahrzeugs, denn die Stapler kommen hauptsächlich im Außenbereich zum Einsatz. „Eine zweiteilige Seitentür mit Schiebefenster garantiert im Sommer eine gute Belüftung, und im Winter sorgt die leistungsstarke Heizung für einen angenehm warmen Innenraum“, freut sich Waldemar Wagner.

Und Stefan Krebber, ebenfalls Staplerfahrer bei GTW, ergänzt: „Auch für große Personen bietet der neue Arbeitsplatz genügend Kopf- und Beinfreiheit. Gegenüber der Clark-GTS-Baureihe konnte bei der S-Series zudem die Laufruhe und Manövrierfähigkeit noch gesteigert werden. Alle Bedienelemente sind ergonomisch und einfach zu bedienen, so dass ein sicheres und präzises Lasthandling möglich ist.“ Besonders hervorzuheben sei auch die sehr gute Rundumsicht, so der Staplerprofi. „Dadurch, dass die Frontverkleidung niedriger angeordnet und das Hubmastdesign optimiert worden ist“, so Krebber, „hat der Fahrer eine gute Sicht nach vorne auf die Gabelzinken und Last. Die Rückfahrkamera, die der im Pkw sehr ähnelt, unterstützt uns perfekt bei der Rückwärtsfahrt. Dies entlastet den Nacken- und Schulterbereich.“

Zuverlässig und sicher

Ein weiterer Pluspunkt sei ebenfalls die Beleuchtungsanlage des Staplers, die den Arbeitsbereich optimal ausstrahlt. Damit habe die Clark-S-Series alles, was Fahrer und Betreiber an einem Stapler schätzen: Sie bietet einen hohen Bedienkomfort und einen zuverlässigen, sicheren und leistungsstarken Betrieb, so das abschließende Testurteil bei GTW. (ck)

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