Fachartikel

Ein Kommentar zum aktuellen Hype in der Intralogistik


Die Robotik ist in aller Munde. Aber wie sie diskutiert wird, lasse Fragen offen. Denn es gehe hierbei um den Gesamtprozess und nicht um Einzelschritte in der Gesamtkette, meint Martin Stich, Geschäftsführer der Witron Logistik+Informatik GmbH, im nachstehenden Meinungsbeitrag.

Die nächste Roboter-Generation ebnet Weg zum Dark Warehouse

Die Anforderungen an intralogistische Automatisierung verändern sich permanent. Früher musste alles strikt strukturiert sein: Roboter, das waren Maschinen, die ein und denselben Arbeitsschritt immer und immer wieder vollführt haben. Dazu sollte sich der Gegenstand, den sie bearbeiten sollten, an derselben Stelle befinden. Meistens war er auch identisch geformt. So war es Robotern zum Beispiel möglich, in einem Warenlager Großaufträge zum Transport bereit zu stellen. Das aber reicht heute nicht mehr aus.

Mehrere Arbeitsschritte bei der De-/Palettierung effizient automatisiert

Abfüllen, wiegen, umwerfen, walzen, palettieren und auf der anderen Seite depalettieren und entleeren – bei der Sitraplas GmbH galt es, viele Abläufe möglichst effizient in einer Anlage unter einen Hut zu bekommen. Hierfür werden seit einiger Zeit die Ventilsäcke mit Kunststoffcompounds nun von einem Comau-Roboter gehandelt. Die Leistung konnte seitdem auf das Doppelte gesteigert werden.

Roboterbasiertes Leerguthandling in Brauerei

Individuelle Verpackungen liegen im Trend – auch in der Brauindustrie. Für das automatisierte Leerguthandling bedeutet diese Vielfalt allerdings hohe und oft auch neue Anforderungen. Wie ein aktuelles Projekt zeigt, bieten dabei Knickarmroboter große Potenziale: In der Paderborner Brauerei übernimmt ein Industrieroboter komplexe Aufgaben beim sortenreinen Palettieren von Fremd-Leergut.

Sicherheits-Laserscanner für mobile Applikationen

Fahrerlose Transportfahrzeuge, mobile Plattformen sowie autonome Karts und Cobots haben eines gemeinsam: sie werden immer kleiner. Die Anforderungen an ihren sicheren Betrieb jedoch bleiben nach wie vor hoch. Doch wohin mit der Sicherheitssensorik, wenn die Montagesituationen immer enger werden?

Intralogistik-Lösung für den wachsenden E-Commerce

In der aktuellen Corona-Krise ist „Online“ für die zu Hause sitzenden Verbraucher die einzige Einkaufsmöglichkeit. Doch das Online-Geschäft hat seine eigenen Herausforderungen: Ständig wachsende Sortimente, kurze Vorlaufzeiten, hohe Retourenquoten … und das in einem stark umkämpften Marktsegment. Jetzt, in Zeiten von Social Distancing, werden zudem weitere Aspekte, wie z.B. separierte Arbeitsplätze, zur Pflicht. Fallen Mitarbeiter krankheitsbedingt aus, kommt es auf einfachste, möglichst automatisierte Abläufe an.

Bewegte Objekte unter rauen Umgebungsbedingungen zuverlässig erkennen

Während der letzten Jahre hat sich die industrielle Bildverarbeitung (Machine Vision) einen festen Platz in der Automation gesichert, vor allem in den traditionellen Feldern wie Produktion und Qualitätskontrolle. Jetzt kommt mit 3D-Vision der nächste Schritt, und diese Technologie hat das Potential, ganze Branchen zu verändern.

Einsatz von FTS zum effizienten Palettentransfer in der Verladezone

Als neue technische Alternative für die Automatisierung der Palettentransporte in der Verladezone können fahrerlose Transportsysteme (FTS) der Trapo AG eingesetzt werden. Dabei ist ein FTS mit Hubeinheit (TLS 3600) für die Beladung von Lkw mit Paletten zuständig – kombiniert mit einem FTS (TTS 1200) für den automatisierten Palettennachschub aus dem Produktions- oder Lagerbereich. Diese Lösung verspricht mehr Effizienz und höhere Sicherheit bei der Lkw-Be- und Entladung.

Industrielle E-Fahrzeuge schnell und kontaktlos laden

Sie sind flexibel, sicher, präzise und effizient – Fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) übernehmen in Montagelinien und der Intralogistik immer mehr Aufgaben. Um einen maximalen Automationsgrad zu erreichen und einen nahezu ununterbrochenen Betrieb der FTF zu gewährleisten, sind intelligente Ladesysteme gefragt. Herkömmliche kabel- oder spurgebundene Ladetechnologien lassen sich oft nur mit kostenintensiven und aufwendigen Eingriffen in die Infrastruktur realisieren. Induktive Schnellladesysteme dagegen sind flexibel integrierbar, schnell betriebsbereit und benötigen nur wenig Platz.

Fahrerloses Transportsystem im Einsatz in Lkw-Montagewerk

Actros oder Arocs: Alle 8,9 Minuten läuft ein fertiges Fahrzeug im Mercedes-Benz Türk Werk in Aksaray vom Band, einem von drei weltweiten Lkw-Montagewerken von Mercedes-Benz. Seit Werkgründung im Jahr 1986 sind das bereits rund 275.000 Lkw, die, entsprechend den jeweiligen Kundenwünschen, das Werk in Aksaray verlassen haben. Um den Qualitätsansprüchen und der Variantenvielfalt in der Lkw-Produktion gerecht zu werden und gleichzeitig die Lieferzeiten einzuhalten, bleibt Daimler immer am Puls der Zeit und setzt auf neue Technologien.

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