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Lageristen und Verpacker mit Cobots entlasten

Wenn von Automatisierung in der Logistik die Rede ist, denken viele an Fahrerlose Transportsysteme, Fördertechnik oder Transportroboter. Doch auch kollaborierende Roboterarme sind eine wertvolle Unterstützung beim Verpacken, Kommissionieren oder Palettieren von Waren – gerade dann, wenn es in Peak-Zeiten sportlich zugeht. Indem sie Fachkräften schweres Heben und Tragen abnehmen, schützen sie vor gesundheitlichen Schäden und kompensieren fehlende Personalressourcen.

Wie kollaborative Applikationen Verpackungsprozesse erleichtern

Wachsende Ansprüche auf Verbraucherseite, hoher Wettbewerbsdruck und Fachkräftemangel: Diese Herausforderungen sind auch in der Verpackungsindustrie Realität. Eine Möglichkeit, den Anforderungen kosteneffizient zu begegnen, ist die kollaborative Automatisierung der Produktion. Kollaborierende Roboterarme lassen sich in Kombination mit intelligenten Greifwerkzeugen flexibel an individuelle Anforderungen anpassen, sind leicht zu implementieren und steigern so die Effizienz von Produktionsprozessen – angesichts schneller Amortisationsraten eine Lösung, die besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) hilft, wettbewerbsfähig zu bleiben.

Neuer AI-gesteuerter Roboter greift schnell und fehlerfrei

Der deutsche Elektrogroßhändler Obeta versendet täglich tausende Kundenbestellungen mithilfe eines Pick-it-Easy-Robot.

Roboter als Teil einer automatisierten End-to-End-Lösung

Als eines von E.Leclercs 16 regionalen Einkaufszentren bedient eines der wichtigsten Distributionszentren (DZ) in Socamaine nahe der Stadt Le Mans etwa 50 „Drive-Outlets“ (Abholstellen) und 38 Supermärkte im Westen Frankreichs (in einem Radius von 150 Kilometern). Um sicherzustellen, aktuelle und zukünftige Herausforderungen bewältigen zu können, wurde in Socamaine eine automatisierte End-to-End-Lösung implementiert, die verschiedene Technologien und Dienste kombiniert.

Schnittstellenlösung ermöglicht reibungslosen Materialfluss

ROEQ, Marktführer für mobile Roboterausrüstung, stellt mit „Guardcom“ eine sensorgestützte Schnittstelle für die Intralogistik-Automatisierung vor: „Guardcom“ ermöglicht eine verzögerungsfreie Kommunikation zwischen mobilen Robotern und stationär installierten Förderbändern. Damit werden Anwender unabhängig von WLAN-basierten Zwischenlösungen. Dies reduziert Ablaufverzögerungen und Fehler beim Warentransfer zwischen Förderband und Roboter. Zudem hat ROEQ höhenverstellbare Rollenförderer für die Robotermodelle MiR250, MiR500 und MiR1000 von Mobile Industrial Robots entwickelt. Dadurch können Anwender Roboter leichter an die Eigenheiten ihrer Produktionsumgebungen anpassen.

Automation der Kommissionierung mit kollaborativem Roboter

Das japanische Pharmaunternehmen Takeda hat begonnen, für die Verpackung an seiner Oranienburger Produktionsstätte Roboter einzusetzen. Nun entlastet ein kollaborativer CR-15iA im 24/7-Betrieb die Mitarbeiter pro Schicht um fünf Tonnen. Die kollaborative Zelle kann für alle weiteren Packstationen im Haus als Vorlage dienen, und auch andere Takeda-Standorte befassen sich mittlerweile mit dem Einsatz von Robotern.

Lineartechnik bringt die Robotik auf Touren

Ob Werkstückhandling, Palettierung, Transport oder Verkettung mehrerer Arbeitsstationen – geht es um robotergestützte Automatisierungslösungen, eröffnet Lineartechnik neue Möglichkeiten in der Robotik und sorgt für deutliche Performancesteigerungen und Kostensenkungen.

Innovative Kombination aus Batterieladetechnik und Photovoltaik

Befestigungssysteme und Gestell-technik für Photovoltaik-Anlagen sind das Spezialgebiet der S-Flex GmbH. Am Standort in Bad Krozingen setzt das Unternehmen auch intern auf selbst erzeugten Solarstrom. Eine Kombination von Wechselrichtern und Batterieladegeräten sorgt dafür, dass S-Flex den Hauptteil dieser Energie zur Versorgung seiner elektrischen Flurförderzeuge verwenden kann – und damit zugleich seine Betriebskosten deutlich reduziert.

Reichweitenvergrößerung für Cobots steigert Produktivität und senkt Kosten

Mithilfe des Cobot-Herstellers Universal Robots (UR) und dessen Online-Produktplattform UR+, auf der von Drittanbietern bereitgestellte Plug-and-Play-Lösungen für UR-Cobots präsentiert werden, entwickelte Clearpack in kurzer Zeit eine sichere, platzsparende und benutzerfreundliche automatische Palettierlösung. Sie ermöglicht es zahlreichen Anwendern aus dem Bereich Fast Moving Consumer Goods (FMCG), ihre Lagerflächen zu optimieren und einen schnellen ROI zu erzielen.

Materialfluss durch Einsatz von Robotik automatisiert

Um den Herausforderungen im immer härteren internationalen Wettbewerb zu begegnen, setzt die Stahlhandelsgesellschaft Weser Stahl im niedersächsischen Stuhr-Brinkum konsequent auf Automatisierung. Herzstück der innerbetrieblichen Logistik ist seit kurzem ein kombiniertes Lager-Säge-Roboter-System. Dieses ermöglicht einen komplett mannlosen Materialfluss vom Einlagern des Rohmaterials bis zur Versandbereitstellung der gesägten Abschnitte. Weser Stahl profitiert damit von mehr Effizienz und Leistungsfähigkeit sowie ergonomischeren Arbeitsbedingungen.

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